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Stillen.

Stillen.

Wie du die natürliche Ernährung deines Babys – nach der Trennung eurer Nabelschnur – mit dem Stillen fortsetzt.

Von Tabea Laue – Mama Baby Vision

Wenn ich heute mit sehr bewusst lebenden Schwangeren spreche, dann geht es vor allem darum, sich auf die natürliche Geburt vorzubereiten.

Diese Natürlichkeit erlebt die ganze Schwangerschaft über immer wieder Dämpfer von außen, wenn Begleiter und Vertraute nicht das gleiche Zutrauen in die Geburtskraft haben, wie du.

Gerade deshalb ist es sehr spürbar und erlebbar: es ist gut, wenn du deine Schwangerschaft selbst in die Hand nimmst. Sorgfältig auswählst, wer dich begleiten darf. Und: es ist gut, dass es immer mehr Begleiterinnen gibt, die dich zu deiner eigenen Kraft hinführen – völlig ohne Dogmatismus zu verbreiten.

Während dieses Bewusstsein für die Vorbereitung wächst, tritt die Frage nach „der Zeit danach” immer mehr in den Hintergrund. Dort hin, wo sie bei vielen ist.

Und wir sprechen auch wenig darüber. Am deutlichsten wahrgenommen habe ich das in der Zeit, als ich noch in der Klinik gearbeitet habe. Dort ist in den ersten Lebenstagen eine ganze Reihe von Untersuchungen vorgesehen. Viele Eltern waren richtiggehend überrascht und mit der Wahl der für sie richtigen Entscheidung stark gefordert.

Ganz ähnliches zeigt sich für den Beginn der Stillzeit.

Dabei kann deine Haltung von „Klar will ich stillen – wenn es klappt.” bis hin zu „Das klappt dann schon” in den verschiedensten Nuancen reichen.

Als ich Nina’s Blog vor 2 Jahren gerade frisch kennengelernt hatte, fand ich mich stark wieder in dem Artikel, in dem sie über „Selbstbestimmung” geschrieben hat. Diese Form der Selbstbestimmung für dich selbst zu finden – das spürst du gerade vielleicht besonders in deiner Schwangerschaft – ist oftmals eine Herausforderung. Sie braucht ein paar Schritte, die wir gehen dürfen, um hineinzuwachsen.

Den Weg in die Selbstbestimmung in der Stillzeit zu gehen, heißt auch, dass du dich sicher fühlen musst gut für dein Kind sorgen zu können. Das ist Teil einer sorgfältigen Vorbereitung auf die Stillzeit, zu deren Beginn du dich wirklich auf dich verlassen kannst. Weil das ein Prozess ist, den du am Besten selbst durchläufst – und sinnvoller Weise noch während du schwanger bist 😉 – möchte ich einen anderen Schritt mit dir gehen.

Das Wissen, welches über das Stillen verbreitet wird, ist teils gefärbt von alten Ansichten, schiefgelaufenen Still-Erfahrungen und bewussten Falschinterpretationen von Forschungsergebnissen. Ja – da gehören auch industrielle Interessen dazu. So kommt es zu diesen 6 sehr häufigen Fragen, wenn das Baby geboren ist.

 

Die 6 häufigsten Fragen am Stillbeginn

#1 – Trinkt mein Baby genug?

In den ersten Tagen nach der Geburt, ist erhält dein Baby das Kolostrum – so wird die erste Milch genannt. Sie scheint wenig zu sein!? Doch: sie ist perfekt auf den Wechsel von der Dauerernährung durch die Nabelschnur hin zur portionsweisen Ernährung durch das Stillen geeignet. Dein Baby selbst wird die Menge vorgeben, die es trinken mag. Meldet sich dein Baby nur selten oder ist es schläfrig? Dann kannst du ihm helfen, indem du einige Tropfen des wertvollen Goldes mit der Hand auf einen Löffel entleerst und ihm in den Mund träufelst. Nach einer Geburt ganz ohne Medikamente wird das nur selten notwendig sein – waren Medikamente im Spiel, kannst du dein Baby so beim Ankommen unterstützen. Oder eben, wenn es dir schläfrig erscheint. Sollte dein Baby eine Schlafpause von mehr als 4 Stunden einlegen, ist das eine gute Möglichkeit ihm Energie zuzuführen. Gleichzeitig wird dabei die Ausscheidung vom Kindspech angeregt. Das ist sehr sinnvoll, damit dein Baby einen zusätzlichen Schutz vor einer Gelbsucht bekommt, die es unnötig müde machen würde. Ob dein Baby in den nächsten Tagen genügend Milch erhält, verrät dir das Gewicht deines Babys. Es ist die verlässlichste Methode einmal täglich zu wiegen, so lange, bis dein Baby anfängt zuzunehmen. Danach alle 2 Tage, bis das Geburtsgewicht nach 10-14 Tagen wieder erreicht ist. Wenn du das Gefühl hast im perfekten Einklang zu leben kann es sein, dass du diese Maßnahme hinderlich und überflüssig empfindest. Aus der Begleitung der Mamas in meinen Beratungen kann ich dir nur rückmelden, dass diese kleine Maßnahme mir hilft gut einzuschätzen, ob es wirklich notwendig ist zuzufüttern oder ob es viel bessere Handlungsmöglichkeiten gibt.

#2 – Habe ich genug Milch?

Deine Milch entsteht im Rhythmus des Stillens. So lange deine Plazenta im Kontakt mit deinem Körper ist, wird deine Milchbildung weitestgehend (nicht ganz) zurückgehalten. Durch das Saugen beim ersten Stillen, löst sich auch die Plazenta besser. In diesem Einklang funktioniert dein Körper beim Stillen. Die Menge der Milch die produziert wird, bestimmt dein Baby, durch die Häufigkeit und die Menge der gestillten Milch. So lange du häufig stillst und dein Hormonhaushalt gut funktioniert, kann dein Körper die perfekte Menge Milch produzieren. Dazu gibt es immer wieder Phasen der Anpassung, in denen dein Baby möglicherweise unersättlichscheint. Jeden Tag wird es Phasen des Clusterstillens geben. Und in Entwicklungsschüben darüber hinaus auch Clusterstill-Tage.

#3 – In welchen Abständen darf ich Stillen?

Zur Zeit der Industriealisierung war die Arbeitskraft der Frauen sehr wichtig. Ein Baby, das zu häufig Stillen wollte, war daher hinderlich. Alle 4 Stunden durften die Babys da nur Stillen. Noch heute sind die Stillmythen von damals im Umlauf, die behaupten es käme zu Bauchweh bei den Babys, wenn neue Milch auf alte Milch kommt. Obwohl das schon lange Zeit bekannt ist, gab es neue Stillabstände. 3 Stunden. 2 Stunden. Alles unter dem gleichen Angst-Machenden Label, dass dein Baby sonst Bauchweh bekommen würde. Doch überleg mal – wann bekommst du eher Bauchweh?

  • Wenn du eine halbe Stunde nach dem Essen noch Appetit auf ein Dessert bekommst?
  • Wenn du eine halbe Stunde nachdem du ein Glas Milch (vorausgesetzt du verträgst diese überhaupt) getrunken hast, ein weiteres Glas Milch trinkst?
  • Wenn du deinen Hunger ignorieren musst, weil du nichts zu essen bekommst und der Hunger immer größer wird?

Du siehst hoffentlich die gleiche, klare Antwort wie ich? Dein Baby darf so häufig Stillen wie es möchte. Zu erwarten sind etwa 8-12 Mahlzeiten in 24 Stunden – es können aber durchaus auch mehr werden. Gerade so, wie der Hunger eben leitet.

#4 – Wie zeigt mir mein Baby, dass es gestillt werden will?

Kleine Babys wachen sehr häufig auf, wenn sie Stillen möchten. Das kann ein langsames Aufwachen sein oder ein rasend schnelles Aufwachen. Wenn dein Baby häufig schreit, ehe du es stillst, kannst du es nächstes Mal noch einmal genau beobachten. Vielleicht fallen dir bereits feine Zeichen auf, die dir zeigen, dass es bald soweit sein dürfte. Typische Zeichen, dass sich ein Stillhunger anbahnt sind:

  • Das Schlafen deines Babys bekommt eine gewisse Unruhe
  • Dein Baby ist wach und öffnet „suchend” den Mund
  • Dein Baby schiebt sich sein Fäustchen in den Mund oder saugt am Daumen
  • Dein Baby ist quengelig und du hörst dabei den Laut „Neh”
  • Dein Baby liegt auf dir und sucht sich selber deine Brustwarze

Wenn sich solche feinen Zeichen nicht bemerken haben lassen und dein Baby bereits weint, dann kann es hilfreich sein es erst für einen Mini-Moment zu beruhigen. In diesem Moment kannst du dann zügig anlegen. Am leichtesten ist das, wenn das Beruhigen eine vertraute Person übernimmt, während du dich „stillbereit” positionierst, um in dem kurzen „Beruhigt-Moment” gleich mit dem Anlegen beginnen zu können.

#5 – Welche Stillposition ist die Beste?

In unseren Breitengraden müssen wir alles kategorisieren und mit Namen bezeichnen 😉 – Eine gute Stillposition ist letztlich jede Position in der DU dich wohl fühlst und es schaffst dein Baby an deine Brust zu lassen. Am besten ohne Akrobatik. Die am weitesten verbreitete Stillposition ist bei uns die Wiegeposition. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass sie am Anfang genauso herausfordernd ist, wie alle anderen. Aber keine Sorge – die Lernkurve ist steil und bald werdet ihr die Stillpositionen gefunden haben, die euch in den verschiedenen Lebenslagen am praktischsten erscheinen. Wichtig ist dabei, dass dein Baby seine Vorderseite zu dir ausrichtet. Das wird gerne „Bauch-an-Bauch” genannt. Also dass der Babybauch zu deinem Körper hin zeigt. Dein Baby soll bequem in seiner Mittellinie liegen können, ohne sich zu verdrehen. Es hilft deinem Baby viel von deiner Brust zu erfassen, wenn es sich ein klitzekleinesbisschen nach deiner Brust strecken muss. Das ist der Fall, wenn die Mamillenspitze ungefähr auf Höhe des Stupsnäschens ist, ehe ihr mit dem Anlegen beginnt.

#6 – Wann brauche ich denn Stillhilfe?

Sollte es beim Stillen dazu kommen, dass du dich unwohl oder unbeholfen fühlst, kannst du dir bereits Stillhilfe an die Seite holen. Das kann deine Hebamme sein, wenn sie sich gut mit dem Stillen auskennt, oder eine Stillberaterin. Wichtig ist, dass du dich verstanden fühlst und bald nach der Beratung eine deutliche und positive Veränderung spürst. Bist du durch eine Stillberatung eher verunsichert, frag lieber noch einmal nach, ob du alles richtig verstanden hast oder ob es Missverständnisse gab. Bleibt dein flaues Gefühl, kann es sein, dass einfach noch nicht die richtige Beraterin an deiner Seite war – es lohnt sich eine weitere Meinung einzuholen, damit es mit dem Stillen bald einfach sein wird. Sobald es um medizinische Fragen im Zusammenhang mit dem Stillen geht, wenn du dich mit Verletzungen oder Schmerzen herumplagst oder dein Baby nicht genügend Milch zu kriegen scheint, bist du bei einer IBCLC-Stillberaterin am Besten aufgehoben. Wir haben alle einen medizinischen Grundberuf und eine Weiterbildung, die wir alle 5 Jahre nachhaltig auffrischen – so kann es auch mit dem Stillen klappen, wenn es einmal so scheint als hätte sich alles gegen eure Stillzeit verschworen.

Fazit. Nimm deine Stillzeit selbst in die Hand!

Ebenso wie bei einem Geburtsplan, darf es natürlich auch für die Stillzeit Pläne und B-Pläne geben.

Das Wunderbare ist, wenn du mit deinem Baby achtsam in die Stillzeit startest, kannst du etwaige Probleme erkennen, wenn sie keimen.

Anders als bei der Geburt können Entscheidungen gut beraten und durchdacht getroffen werden. Selbst für das blödeste Stillproblem gibt es „vorübergehende” und „langfristige” Lösungen. Die allermeisten Stillprobleme entstehen aus der Situation heraus. Sie sind nicht „angeboren”!

Deine innere Stimme für die Stillzeit sensibel zu machen, ist Teil meines Online-Stillvorbereitungskurses. Darin lernst du welche inneren und äußeren Stimmen dich aktuell führen. Welche Erfahrungen dich prägen. Du lernst, wie dein Baby in der ersten Zeit „tickt”. Und du erforscht, was du selbst brauchst, um deinem Baby bei seinem Start im Leben außerhalb deines Bauches zu helfen.

Du bist diejenige, die es wunderbar nährt, während dein Baby gerade in deinem Bauch wächst und gedeiht. Du bist auch diejenige, die wunderbar dafür geschaffen ist, dein Baby nach der Geburt zu stillen. Unsere Wege dorthin, verlaufen allerdings unterschiedlich. Manchmal ist das Glück uns hold und es liegen nur wenige Stolpersteine herum. Die Magie des Schicksals lässt uns dennoch nie um die nächste Ecke blicken. Also kannst du nun alles dafür tun, um noch einmal inne zu halten. Dich zu stärken. Damit dein Wissen, deine Kraft, deine Vision und dein Fokus dich über die Geburt hinaus in die Stillzeit hinein begleiten. Alles Liebe für dich und dein Baby, ~Tabea

Tabea Laue

Tabea Laue

Mama-Baby-Vision

Tabea über ihre Arbeit:

“Ich begleite werdende Mamas in der Vorbereitung auf das Stillen und ihr Baby und helfe bei Stillproblemen.

In der Beratung und Begleitung kommen Aspekte wie Stillen, Tragen, Babykommunikation, Babypflege, Windelfrei und Selbstfürsorge zum Tragen.

Im Blog schreibe ich darüber, wie du dich gut auf deine Geburt und die darauf folgende Zeit mit Baby vorbereitest und vertrauenswürdige Begleiter wählst”

Willkommen auf meinem Blog!

Hallo! Ich bin Nina und Dein Birth Coach und Mama Mentor.

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Die überwachte Frau – “Macht über Frauenkörper”

Die überwachte Frau – “Macht über Frauenkörper”

Wie Frauen in ihrer Selbstermächtigung gehemmt werden – ein Interview mit Autorin Doris Moser über ihr Buch ‘Der überwachte Bauch’

 

 

Liebe Doris, erzähl’ doch bitte zu Beginn, warum Du dieses Buch geschrieben hast? Wie kam es, dass Du das System der Schwangerenvorsorge in Frage gestellt hast?

Es waren vor allem persönliche Erfahrungen, die mich dazu gebracht haben, die gängige Form der Schwangerenvorsorge zu hinterfragen.

Wenn ich an meine Schwangerschaften zurückdenke, dann erinnere ich mich vor allem an unzählige Arztbesuche, Laborüberweisungen, Aufenthalte in der gynäkologischen Abteilung des Geburtskrankenhauses.

Wie die meisten Menschen, habe ich das auch nicht in Frage gestellt, bin brav zu jeder Untersuchung gegangen und hab den Mutter-Kind-Pass wie einen kleinen Schatz gehütet. Schließlich wollte ich doch nur das Beste für mein Kind und das wird doch wohl der regelmäßige Check beim Fachmann sein, oder?

Alle machen das so.

Während meiner zweiten Schwangerschaft haben mich dann erste leise Zweifel beschlichen. Damals wollte ich viele Dinge nicht mehr so einfach hinnehmen, war informierter als bei der ersten Schwangerschaft – und bin deshalb immer wieder mit meiner damaligen Frauenärztin aneinandergeraten.

Da wurde mir dann bewusst, dass es bei diesem ganzen Arztmarathon in Wahrheit gar nicht um mich oder mein Kind geht.

Da ging es plötzlich um Macht, Kontrolle und Hierarchie. Und ich hab den Druck ganz deutlich gespürt, den Vater Staat da auf uns werdende Mütter ausübt. Da hat sich dann Widerstand in mir geregt. Ich hatte das Gefühl, dass da irgendetwas nicht ganz stimmig ist.

Wie kann es sein, dass erwachsene Frauen derart entmündigt werden?

Ihnen wird nicht zugetraut, sich eigenverantwortlich um ihren Gesundheitszustand zu kümmern, was beispielsweise für Diabetiker selbstverständlich ist. Von schwangeren Frauen erwartet man, dass sie für die einfachsten Tätigkeiten wie Wiegen, Blutdruckmessen oder den Teststreifen in den Urin zu tauchen in die Arztpraxis pilgern, um sich dort von Profis dabei helfen zu lassen.

Das ist doch verrückt!

Hinzu kommt, dass ich herausgefunden habe, dass es im internationalen Vergleich für die Schwangerenvorsorge gar keine einheitlichen Richtlinien gibt. Hier wird häufig und viel kontrolliert, gemessen, überwacht und begutachtet, dort sind die Vorgaben viel freier und es wird weit weniger untersucht – allerdings bei gleichen Ergebnissen.

Mehr Untersuchungen bedeuten demnach nicht zwangsläufig besserer Gesundheit für Mutter und Kind. Ein weiterer Punkt, der mich sehr nachdenklich gestimmt hat, ist die Tatsache, dass die werdenden Eltern von der Medizin als dumm verkauft werden. Der Mutter-Kind-Pass wird gerne als Erfolgsgeschichte dargestellt: Weil Vater Staat so nett war und den Mutter-Kind-Pass eingeführt hat, ist die Mütter- und Säuglingssterblichkeit gesunken. Ja, sie ist gesunken. Allerdings wird vergessen zu erwähnen, dass bereits lange vor Einführung des Mutter-Kind-Passes die Sterblichkeitsraten rapide gesunken sind. Nicht die medizinische Überwachung ist also der ausschlaggebende Grund für die verbesserten Sterblichkeitsraten, sondern anderer Faktoren wie verbesserte Hygienebedingungen sowie bessere soziale und ökonomische Gegebenheiten sind dafür (mit-)verantwortlich.

Hier wird also mit falschen Karten gespielt und die werdenden Mütter werden bewusst nicht aufgeklärt.

 

Welche Themenschwerpunkte behandelt das Buch konkret und wie kann es schwangeren Frauen dabei helfen, ihren eigenen Weg zu finden?

Ich habe dieses Buch geschrieben, weil ich der Meinung bin, dass jede schwangere Frau, die sich mit dem System der medizinischen Schwangerenvorsorge konfrontiert sieht, auch die grundlegenden Informationen dahinter erhalten sollte.

Informierte Frauen sind vielleicht unbequeme „Patientinnen“, aber sie sind auch fähig, eigenverantwortliche Entscheidungen für sich und ihre (ungeborenen) Kinder zu treffen. In der Interaktion Arzt/Ärztin und „Patientin“ muss das Ungleichgewicht beseitigt werden.

Hier sollten sich zwei Menschen auf Augenhöhe begegnen und nicht, wie es aktuell meist der Fall ist, eine unsichere und orientierungslose Frau, die sich einem allwissenden und tonangebenden Profi ausliefert.

Diese Möglichkeit will ich den Frauen geben. Das Buch ist daher so aufgebaut, dass die Leserin einen Einblick in die Hintergründe des Mutter-Kind-Passes bekommt.

Wie und warum kam es zu dessen Einführung und mit welchem Ziel? Wurden diese Ziele erreicht? Welche Änderungen im Mutter-Kind-Pass sind in Zukunft geplant?

Dann geht es natürlich ganz konkret um den Inhalt des Mutter-Kind-Passes: Welche Untersuchungen sind wann vorgesehen? Welchen Sinn haben diese Untersuchungen? Gibt es womöglich sogar Maßnahmen, die das Wohl von Mutter und Kind gefährden? Worauf kann eventuell verzichtet werden?

Ein internationaler Vergleich der Schwangerenvorsorgeprogramme zeigt nicht unerhebliche Differenzen zwischen den einzelnen Ländern auf. Außerdem beschäftige ich mich mit der Risikoorientierung in der ärztlichen Schwangerenvorsorge und hinterfrage die Sinnhaftigkeit dieser Form der medizinischen Überwachung.

Letztendlich macht das ja etwas mit einer Frau, wenn sie – obwohl sie nicht krank ist – ständig zum Arzt beordert wird.

Da geht es dann auch um Macht über Frauenkörper.

Was im Buch auch kritisch beleuchtet wird, ist die Tatsache, dass Österreich das einzige mir bekannte Land ist, in dem die ärztliche Überwachung des weiblichen Körpers derart durch staatlichen Druck gefördert wird. Hier wird der Nachweis der ärztlichen Untersuchung direkt an die Ausbezahlung einer finanziellen Leistung (Kinderbetreuungsgeld) geknüpft.

Hinzu kommt, dass die Schwangeren keine Wahl haben, ob sie die Mutter-Kind-Pass-Vorsorgeuntersuchungen bei einer Hebamme oder einer Ärztin/einem Arzt durchführen lassen wollen – wie das in vielen anderen Ländern üblich ist. Österreichischen Frauen bleibt nur der Gang in die Arztpraxis.

Dabei wären Hebammen von Berufswegen die idealen Ansprechpartnerinnen für werdende Mütter. Sie könnten eine Schwangerenfürsorge leisten, die sich mütterzentriert und hebammengeleitet an den tatsächlichen Bedürfnissen der Frauen orientiert, deren Stärken fördert und im Bedarfsfall in ärztliche Betreuung überweist.

So würden nur die Frauen ärztliche betreut und überwacht werden, die tatsächlich Bedarf an dieser kostspieligen Form der Schwangerenvorsorge haben. Alle anderen Frauen wären mit der Hebammenbetreuung gut beraten. Ein Kapitel, in dem Hebammen und auch Mütter von ihren ganz persönlichen Erfahrungen berichten, rundet das Buch ab.

 

Welche Hindernisse haben werdende Mütter heutzutage zu überwinden auf dem Weg zu einer selbstbestimmten und positiven Geburtserfahrung?

Ich glaube ganz ehrlich, dass es den Frauen nicht leicht gemacht wird, selbstbestimmt zu gebären.

Wir alle sind in einem Medizinsystem sozialisiert, das Schwangerschaft und Geburt als krankhafte Prozesse definiert. Das steckt in uns allen drin. Das wird auch von der Gesellschaft so transportiert. Wir sehen das im Fernsehen, im Kino. Wir hören davon in unserem Freundeskreis. Die wenigsten von uns haben positive Bilder von Geburten im Kopf, wenn wir selbst zum ersten Mal schwanger sind.

Diese kulturell geprägten Vorstellungen im eigenen Kopf müssen erst einmal überwunden werden, um überhaupt die Möglichkeit denken zu könne, dass meine Geburt schön, positiv, selbstbestimmt sein könnte. Habe ich erstmal die Schranken im eigenen Denken überwunden, dann ist der Weg zur positiven Geburtserfahrung zwar immer noch nicht frei, aber der Blick weitet sich.

Den Schwangeren stehen abseits der ausgetretenen Trampelpfade zwischen Arztpraxis und Kreißsaal viele Möglichkeiten offen. Eine Frau muss einfach sehr genau wissen, was sie will und worauf sie eher verzichten möchte, um Alternativen geboten zu bekommen.

Ich hab das Gefühl, es geht dabei ganz stark um Selbstermächtigung.

Denn die Gesellschaft scheint keinen besonders großen Wert darauf zu legen, dass Frauen gestärkt und kraftvoll aus ihren Geburtserfahrungen kommen.

Hinzu kommt, dass Leistungen abseits des ärztlichen Angebotes (zumindest teilweise) privat finanziert werden müssen. Das betrifft beispielsweise eine hebammenbetreute Schwangerenvorsorge, die Finanzierung der Hausgeburt oder aber auch der Wochenbettbetreuung durch eine Hebamme. Für einkommensschwache Haushalte kann das ein großes Hindernis auf dem Weg zur positiven Geburtserfahrung sein.

 

Gibt es Deiner Meinung nach einen Zusammenhang zwischen der Qualität und Tiefe der Schwangerenvorsorge und der Vorbereitung auf die Geburt und der dann folgenden Geburtserfahrung?

Ja, unbedingt! Im Moment ist es doch so, dass schwangere Frauen in ständiger Angst vor unzureichenden Untersuchungsergebnissen leben. Es wird ständig überwacht und kontrolliert, auffällige Befunde sind (obwohl sie sich im Nachhinein oft als falsch oder belanglos herausstellen) keine Seltenheit.

Bei den Schwangeren entsteht da ganz leicht ein Gefühl der Angst. Zweifel machen sich breit.

Die Schwangerschaft ist heute keine Zeit der guten Hoffnung mehr, sondern ein Spießrutenlauf von Arztbefund zu Arztbefund. Der Fokus liegt im Auffinden von sogenannten Risikofaktoren. Das Pathologische liegt im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Dass das die Frauen nicht unbedingt in ihre Kraft führt, ist logisch.

Eine Schwangerenvorsorge, die die Gesundheit der Frauen und Kinder ins Zentrum rücken würde, wäre als Vorbereitung auf eine selbstbestimmte Geburt wesentlich hilfreicher.

Es ist doch so, dass ich, wenn ich mich während der gesamten Schwangerschaft als hilfloses und krankhaftes Wesen wahrnehme, das nicht in der Lage ist, das Kind im Inneren des Körpers eigenständig wachsen und gedeihen zu lassen und für diesen Vorgang medizinische Überwachung und Unterstützung braucht, bei der Geburt dann nicht plötzlich Heldinnenkräfte entwickeln werde.

Die ärztlich überwachte Schwangerschaft zwingt uns in eine Situation, in der wir es als normal wahrnehmen, dass sogenannte Experten und Expertinnen über uns und unseren Körper, über unsere ungeborenen Kinder urteilen und darüber bestimmen, was gut für uns ist.

Das führt dazu, dass Frauen zunehmend das Gefühl haben, von einer männerdominierten Apparatemedizin abhängig zu sein, wodurch sie bestmöglich auf eine interventionsreiche und schmerzhafte Geburt vorbereitet werden, die sie ohne medizinische Hilfe nicht bewältigen können. Und dann kommen eben diese Ärzte/Ärztinnen, die den Frauen zuvor die Kompetenzen, was ihren Körper und ihre Schwangerschaft betrifft, abgesprochen haben und „retten“ die armen, gebärunfähigen Frauen aus ihrer misslichen Lage.
Hebammenbetreuung während der Schwangerschaft?

Das ist heute leider eher die Ausnahme, obwohl wir inzwischen wissen, dass eine bedürfnisorientierte und frauenzentrierte Begleitung in der Schwangerschaft bereits den Grundstein für eine positive und kraftvolle Geburtserfahrung legt. Auf dem Sektor der Geburtsvorbereitung tut sich aber einiges, um diese Lücke zu füllen. Gute Kurse zur Vorbereitung auf die Geburt können eine Stütze sein, um Frauen in ihre Kraft zu führen und glückliche Geburten möglich werden zu lassen.

 

Vielen Müttern wird Verantwortungslosigkeit vorgeworfen, wenn sie selbstbestimmt ihren eigenen Weg durch Schwangerschaft und Geburt gehen, also wenn sie z.B. eine Hausgeburt planen, einige oder alle Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen ablehnen oder sich sogar auf eine Alleingeburt vorbereiten. Wie siehst Du den Spannungsbereich zwischen Selbstverantwortung und Sicherheit, zwischen Selbstermächtigung und dem Wunsch nach Absicherung?

Das schließt sich nicht gegenseitig aus. Selbst Verantwortung zu tragen, bedeutet ja nicht, sich oder das Kind zwangsläufig in Gefahr zu bringen.

Selbstverantwortung ist nicht verantwortungslos. Ich nehme sie nur selbst in die Hand und übergebe sie nicht einer fremden Person. Wobei nicht ausgeschlossen ist, dass ich mir Hilfe oder Unterstützung von außen hole, wenn ich das Bedürfnis danach habe.

Ich habe das Gefühl, dass gerade Frauen, die sehr kritisch sind und sich abseits der Normen bewegen, besonders verantwortungsvoll agieren. Sie tragen die Verantwortung selbst und sind sich dessen auch bewusst. Das ist der eine Aspekt.

Der andere Aspekt ist, dass die „Sicherheit“ von der wir hier sprechen, ja nur eine scheinbare Sicherheit ist. Brav jede Untersuchung durchführen zu lassen, bedeutet nicht automatisch, dass ich mir dadurch irgendeine Art von Sicherheit für ein gesundes Baby oder einen problemlosen Schwangerschaftsverlauf erkauft habe. Das wird aber leider oft vergessen.

Da wird die Kontrolle und Überwachung mit Sicherheit gleichgesetzt. Die gibt es aber einfach nicht. Schwangerschaft und Geburt sind Lebensbereiche für die es einfach keine Garantie gibt. Auch die ständige ärztliche Kontrolle kann daran nichts ändern.

Aber wenn eine Frau das Bedürfnis hat, sich permanent überwachen zu lassen und ihr das ein Gefühl von Sicherheit vermittelt, dann ist es ihr gutes Recht, diese Dienste auch in Anspruch zu nehmen. Es gibt eben beides: Frauen, die sich sicher und geborgen fühlen, wenn sie sich auf ihren eigenen Instinkt verlassen und die sich von den ständigen Untersuchungen gestresst und verunsichert fühlen, und Frauen, die genau diese Bestätigung von außen brauchen, um sich sicher und gut zu fühlen. Beides hat seine Berechtigung.

 

Meinst Du, dass es ein Interesse daran gibt, Frauen in ihrer Kraft und Selbstbestimmung zu behindern? Und warum ist das Thema Schwangerschaft und Geburt eigentlich im modernen Feminismus so wenig vertreten?

Es gibt da dieses chinesische Sprichwort:

„Wenn schlafende Frauen erwachen, werden sich Berge bewegen!“

Frauen sind kraftvolle und mächtige Wesen. Wir tragen das Potenzial in uns, die Welt zu verändern. Jeden Tag.

Es ist jede/r selbst dazu aufgerufen, sich darüber Gedanken zu machen, wer oder was ein Interesse daran haben könnte, dass Frauen weiterschlafen und ihr Potenzial nicht zur Entfaltung bringen.
Zu deiner zweiten Frage: Der Feminismus hat meines Erachtens ein Problem mit schwangeren und gebärenden Frauen, weil diese deutlich auf etwas hinweisen, was Feministinnen gerne verdrängen: Mann und Frau sind (körperlich) nicht gleich! Gleichwertig, ja.

Aber dann kommen diese Frauen und machen etwas ganz Absurdes: Sie lassen Leben in ihren Bäuchen wachsen! Sie gebären Kinder! Sie nähren diese Kinder an ihrem Busen!

Das passt nicht mit dem Bild der gleichgestellten Karrierefrau zusammen, die sich an männlichen Rollenbildern orientiert, um in dieser männerdominierten Welt ganz nach oben zu kommen und erfolgreich zu sein.

Und ganz ehrlich: Ich hab nicht das Gefühl, dass Frauen besonders solidarisch sind. Da wird die eine dafür kritisiert, dass sie sich „alten Rollenbildern“ unterwirft (auch wenn sie das vielleicht gerne und aus freien Stücken macht), die andere wird schief angeschaut, weil sie von ihrem Kind mit Wunschkaiserschnitt entbunden wurde und es nach wenigen Monaten in der Krippe abliefert. Auch das ist nämlich Selbstbestimmung!

 

Was magst Du den schwangeren Mamas raten, die bereit sind, die Hindernisse zu überwinden, um eine selbstbestimmte Schwangerschaft und Geburt zu erleben?

Informiert euch, sucht Gleichgesinnte und Menschen, die euch in euren Plänen und Wünschen unterstützen.

Sucht euch eine Hebamme.

Habt Mut auch gegen den Strom zu schwimmen.

Vertraut eurer Intuition und hört auf das Kind in eurem Bauch.

Wenn schlafende Frauen erwachen, bewegen sich Berge

Doris Moser

Autorin

Doris Moser ist Medizinanthropologin, Autorin und zweifache Mutter. Ihr Buch „Schwangerschaft schafft Heldinnenkraft“ stärkt die Eigenverantwortlichkeit der Frauen, in „Der überwachte Bauch“ nimmt sie die gängige ärztliche Schwangerenvorsorge kritisch unter die Lupe und deckt Lücken auf.

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Selbstbestimmt, angstfrei und entspannt in die Geburt

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'Wege aus dem Trauma' Webinar

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Geh’ scheißen!

Geh’ scheißen!

Was Geburt mit Stuhlgang zu tun hat

 

 

Du kennst das sicher auch: du spürst diesen bestimmten Drang und suchst das stille Örtchen auf. Dein Frühstück sucht den Weg nach Draußen.

Sofort, als ob du an das kindliche GPS-System angeschlossen wärst, hämmert eines deiner Kinder an die Tür:

“Mama, ich muss PIIIEEEPIIEE!”

Ok. Sofort ist der Stuhldrang wieder weg, du öffnest die Tür und verhinderst so, dass du den Flur wischen und dein Kind neu anziehen musst (was bei 1,5- bis 4-Jährigen ein zusätzlicher Zeitaufwand von min. einer halben Stunde bedeuten könnte).

Hände waschen, ach, die Wäsche… dass du eigentlich gerade noch selbst auf die Toilette musstest, ist wieder vergessen.

 

Oder vielleicht kannst du dich noch an das erste Mal erinnern, als du bei deinem ersten Freund übernachtet hast.

Alles ist so aufregend! Ihr habt gerade gefrühstückt und eigentlich müsstest du mal wohin. Aber was, wenn er es hören könnte, wenn du ein paar Tönchen von dir gibst, oder er dann auch muss und in deinen Dunst hineingehen würde?

Das wäre irgendwie nicht so romantisch… klar, normal, aber muss er DAS gleich beim ersten Mal mitkriegen? Du verkneift es dir also. Wenn ich zuhause bin…

 

Zum Scheißen brauchen wir Privatsphäre. Ja, ich habe scheißen gesagt. Das ist menschlich.

Wir alle müssen kacken.

Wir brauchen ein stilles Örtchen.
Am Besten noch zuhause auf der eigenen Toilette.

Die Muskeln, die bei der Verdauung und bei der Ausscheidung eine Rolle spielen, gehören zur glatten Muskulatur. Wir können sie nicht kontrollieren, sie arbeiten ganz automatisch.
Der Kot wird durch Anspannen der Bauchmuskulatur und durch Entspannen der Schließmuskeln aus dem Enddarm bewegt. Das machen die ganz toll von alleine. Wir brauchen gar nichts zu machen. Können im H&M-Katalog blättern.

Diese Entspannung ist aber nur möglich, wenn Nervenreize oder andere erregende Vorgänge ausbleiben, also wenn kein Kind an die Toilettentür hämmert; oder keiner die Zeit stoppt, um zu schauen, ob du auch nach der Norm kackst; und wenn keiner noch eine Zwischenuntersuchung am After macht, um zu schauen, wie die Wurst liegt.

Auch die Muskeln der Gebärmutter gehören zur glatten Muskulatur. Für sie gelten also die gleichen Regeln.

Privatsphäre.
Ein stilles Örtchen.
Am Besten zuhause.
Auch die Positionen überschneiden sich:
Toilettensitz, Geburtshocker, tiefe Hocke, im Stehen – man denke an Steh- bzw. Hocktoiletten in Südeuropa und Asien, die ja doch um einiges hygienischer und besser für den Ausscheidungsakt sein sollen.

Leinsamen…

Das heißt auch, dass wir ähnlich behandelt werden sollten und vor allem in Ruhe gelassen werden sollten.
Wir brauchen keinen, der unseren Verdauungsvorgang dokumentiert und auf die Uhr schaut, denn unter Zeitdruck kann man schon gar nicht kacken.
Wir brauchen eigentlich auch keinen, der zwischendurch ‘mal nachschaut’, ob die Wurst denn schon kommt. Vielleicht noch in Rückenlage und hell beleuchtet…

Eigentlich können wir das alleine.

Und eigentlich ist Kacken ja was ganz normales.

Jeder kann es. Der Körper ist dafür gemacht.

Und eigentlich reicht etwas atmen.

Und eigentlich pulsiert die Muskulatur von alleine – man nennt das Ausscheidungsreflex.

Eigentlich.

Was aber, wenn nicht…

Wikipedia nennt das ‘Stressbedingte Obstipation’.

Für die Behandlung dieser wird unter anderem vorgeschlagen:

“Eventuell vorhandene Konflikte sollten gelöst werden, und es kann hilfreich sein, mit anderen und mit sich selbst ins Reine zu kommen. Es sollen Gegenpole zum Stress, etwa durch Entspannungsübungen, Meditation, Yoga oder Autogenes Training, geschaffen werden.”
Danke Wiki.

In der Geburtshilfe kann man ‘Geburtsverstopfung sagen’.

Geburtsstillstand ist einer der Hauptgründe für einen Kaiserschnitt.
Man könnte sich auch ein ‘BESETZT’-Schild basteln und an die Tür des Geburtszimmers hängen oder sich überhaupt auf die Toilette zurückziehen.

Am Besten bleibt man aber für diesen privaten Ausscheidungsvorgang überhaupt zu Hause.

Ich wünsche Euch eine gute Verdauung.

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Was dich daran hindert, eine positive Geburtserfahrung zu machen – Teil 3)

Was dich daran hindert, eine positive Geburtserfahrung zu machen – Teil 3)

Welche Rolle dein Geist und deine innere Einstellung bei der Gestaltung Deines Geburtserlebnisses spielt und was du tun kannst, um die Geburtserfahrung zu kreieren, die du dir wünschst.

 

 

„Ob du denkst, du kannst es oder du kannst es nicht, du wirst auf jeden Fall Recht behalten.“ Henry Ford

Deine Gedanken erschaffen das Leben um dich herum.
Sie entscheiden darüber, welche Menschen du anziehst, welchen Situationen du begegnest, wie deine Lebensumstände sind.

Das Gleiche gilt für die Geburt und die Vorbereitung auf diese.

Mittlerweile wissen wir um die Macht, die unsere Gedanken über unser Leben haben.
Für jeden Gedanken gibt es eine chemische Reaktion in unserem Körper.
Sorgen- und angstvolle Gedanken sind die besten Begleiter, um deine innere Energie soweit runter zu ziehen, dass sie die Dinge, die du dir wünschst, davon abhalten, in dein Leben zu treten, was sie natürlicherweise tun würden.

Du stehst dir also selbst im Weg.
Du sabotierst dich selbst.

Wir erscheinen wahnsinnig kreativ, wenn es darum geht, sich das schlimmste Szenario, das eintreffen kann, in allen Details vorzustellen.
Warum fällt es uns so schwer, dies auch für die positiven Dinge zu tun?
Warum erscheint es uns als Selbstbetrug, wenn wir uns unser Traumszenario vorstellen, unsere negative Erwartungshaltung aber als Normalzustand akzeptieren?

Warum erscheint es ‘normaler’, sich eine negative Geburtserfahrung vorzustellen als die eigene Gedankenkraft für das Kreieren eines erfüllenden Geburtserlebnisses einzusetzen?

Wir haben es nicht anders gelernt.

Aber wir können uns entscheiden.
Für die andere Seite der Macht. Nämlich die Gute.

Welches sind also die Dinge, die Du tun kannst? Wie kannst Du die gute Seite deines machtvollen Geistes nutzen, um eine positive Geburtserfahrung zu machen?

1) Finde DEINE Vision für die Geburt

Bevor du mit deiner geistigen Arbeit anfängst, solltest du dir klar darüber werden, was DU eigentlich willst.
Was wünschst du dir für deine Geburt?
Nicht: was ist möglich, was ist gesellschaftlich anerkannt, was denken meine Nachbarn, was für mich möglich ist, sondern was wünschst DU dir?
Wie willst du dich unter der Geburt fühlen?

Das Finden deiner Vision ist der Anfang von allem.
Hierfür nimmst du dir immer wieder Zeit, um alles genau aufzuschreiben und zu formulieren.
Du gibst so eine Bestellung auf. Das Ziel deiner Reise.

Es ist nicht deine Aufgabe zu entscheiden, wie genau du an dein Ziel kommen wirst, sondern deine Aufgabe ist, ein Ziel überhaupt erst festzulegen.

Würdest du in den Urlaub fahren, ohne vorher den Zielort festzulegen?

Und für alle Zweifler hier: gehst du in ein Restaurant mit der Annahme, dass der Kellner schon weiß, was du willst, weil er das ja jeden Tag macht?
Hier stimmt es dann schon, dass das Leben immer anders kommt, als man denkt – ja eh! Weil du ja auch nicht formuliert hast, was du überhaupt willst!!!

Was genau willst du?
Dann mach es klar! Für dich und für alle Beteiligten.

2) Visualisiere deine Wunschgeburt

Hier kommt unsere Vorstellungskraft ganz aktiv ins Spiel, denn nun wirst du dir die Vision, die du für deine Geburt gefunden hast, immer und immer wieder vorstellen.

Es ist eine Art Spielfilm, den du dir regelmäßig vor deinem inneren Auge ablaufen lässt. In HD und Dolby Surround.
Du kannst hier jede Meditationstechnik, die dir gefällt, benutzen und deinen Geburtsfilm einarbeiten.

Es mag anfänglich schwierig sein, konzentriert bei der Sache zu bleiben, besonders, wenn diese Form der geistigen Art völlig neu für dich ist. Aber Übung macht den Meister. Du hast nichts zu verlieren.

Wichtig ist, in einen tiefen Entspannungszustand zu kommen, damit dein Gehirn in den Bewusstseinszustand kommen kann, in dem die Gehirnwellen auf der Theta-Ebene schwingen. In diesem Zustand ist dein Gehirn besonders aufnahmefähig.

 

Das Tolle: jedes Durchspielen dieses Geburtsfilmes (und hier ist es besonders wichtig, dass du die Gefühle in deinem Körper fühlst, auf die du es abgesehen hast) speichert diese Bilder, Eindrücke und Emotionen immer mehr in deinem Unterbewusstsein.

So werden eine Art von ‘Erinnerungszellen’ in deinem Gedächtnis geformt, so dass du ganz bewusst die Dinge, Menschen oder Umstände erkennen kannst, die dich deinem Ziel näher bringen werden.

Wie ein Kompass, der genordet wurde, wird deine innere Kompassnadel genau in die Richtung zeigen, in die du gehen willst.

Je öfter du die Bilder deiner Wunschgeburt ‘durchlebst’, um so mehr verändert sich deine innere Schwingung und um so mehr passt sich diese Schwingung der Schwingung deines erwünschten Ergebnisses an.
Das führt dazu, dass du genau die Dinge, Menschen und Umstände anziehst, die dich auf deinem Weg unterstützen und dich deinem Ziel näher bringen werden.

Mit genügend Wiederholung werden diese Bilder und dieses Ziel so in deinem Inneren gespeichert sein, dass es zu einem Fixpunkt geworden ist, auf den du vertrauen kannst und dem du dich wie mit Hilfe eines Autopiloten unentwegt weiter annähern wirst.

3) Arbeite mit Affirmationen

Affirmationen sind positiv formulierte Glaubenssätze, die dich auf deiner Reise zur Wunschgeburt noch weiter stärken werden.

Sobald du deine eigene Vision für die kommende Geburt gefunden hast und einen eigenen ‘Geburtsfilm’ kreiert hast, kannst du daraus deine ganz eigenen Affirmationen für die Geburt finden.

Kurze, und ganz konkrete Sätze wie „Mit jeder Welle entspanne ich mich tiefer“, „Ich freue mich auf eine einfache, selbstbestimmte Geburt“ und „Ich atme mich immer tiefer in meine Kraft hinein“ sind Beispiele dafür.

Solche Sätze können besonders unter der Geburt wie Mantras wirken, die dich durch die Geburt tragen können. Du kannst dir diese immer wieder selbst sagen – leise im Kopf oder auch laut vor dich hin sprechend –  du kannst dir diese aufnehmen und immer wieder anhören oder aber auch auf verschiedene Zettel aufschreiben und überall im Haus aufhängen.

 

4) Setze die nötigen Handlungen

Das Arbeiten mit Visualisierungen und Affirmationen wird leer und ineffektiv bleiben, wenn du nicht auch die nötigen Handlungen setzt, die dich an dein Ziel bringen werden.

Allein das Wunschdenken bringt dich nicht weiter.

Das kann unangenehm sein, weil es manchmal bedeuten kann, dass du doch einen anderen Geburtsort oder eine andere Hebamme wählen musst; oder dass du dich von eher negativen oder behindernden Energien (bestimmten Menschen in deinem Leben) fernhalten oder abgrenzen musst.

Habe den Mut, deine Wünsche und Intentionen über die der Anderen zu setzen.

Sei bereit – besonders wenn du bereits eine negative Geburtserfahrung gemacht hast – die Vorbereitung auf diese Geburt komplett anders anzugehen: von Innen nach Außen.
Frage dich: was brauche ich und welche Schritte bringen mich immer näher an dieses Ziel?

Bedenke: wenn du etwas in deinem Leben verändern willst, musst du etwas anderes TUN.
Habe den Mut daran zu glauben, dass es möglich ist, dein Ziel für die kommende Geburt zu erreichen und setze tägliche Handlungen, die dich Schritt für Schritt dahin bringen.

Sei bereit, aus deiner Komfort-Zone auszubrechen und über dich selbst hinaus zu wachsen.

Mit Hilfe deiner Visualisierungs- und Affirmationsarbeit wirst du deinen inneren Kompass soweit genordet haben, dass dir Hilfe und Unterstützung von allen Seiten zufliegen wird.

Glaube an dich!

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Hallo! Ich bin Nina und Dein Birth Coach und Mama Mentor.

Auf diesem Blog wirst Du immer wieder wertvolle Beiträge über Schwangerschaft, Geburt und Mama-Sein bekommen, die Dir Mut machen sollen, Dich inspirieren sollen und Dir zeigen sollen, dass Du sehr wohl dazu in der Lage bist, selbstbestimmt zu gebären und ein erfülltes Mama-Leben zu führen.

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Was dich daran hindert, eine positive Geburtserfahrung zu machen – Teil 2)

Was dich daran hindert, eine positive Geburtserfahrung zu machen – Teil 2)

Wie sich der Ort und die Geburtsbegleitung auf Deine Geburt auswirken

 

 

Unsere Umgebung – der Ort, an dem wir uns aufhalten, sowie die Menschen, die uns umgeben – haben einen großen Einfluss auf uns; auf unsere emotionale Verfassung, unser Verhalten und unser körperliches Befinden.

Das trifft auf uns in unserem täglichen Leben zu genauso wie unter der Geburt.

Wo und mit wem wir gebären bestimmt mit am Meisten, ob wir eine positive oder negative Geburtserfahrung machen können.

 

Denn jede gute Vorbereitung auf die Geburt oder jeder Geburtsplan bringt genau gar nichts, wenn der gebärenden Frau an dem Geburtsort von ihrem Umfeld nicht der Raum gegeben wird, den sie braucht; wenn sie nicht in ihren Bedürfnissen unterstützt wird, wenn sich zu viel eingemischt wird, wenn sie zu oft in ihrem eigenen Tun unterbrochen wird, wenn zu viele Menschen im Raum sind.

 

Was sind die Bedürfnisse einer gebärenden Frau?

Was braucht diese denn nun genau?

 

Um dies zu verstehen, muss man sich anschauen, wie der physiologische Geburtsvorgang funktioniert und welche Grundvoraussetzungen unser Körper braucht, um reibungslos gebären zu können.

Also im Grunde, was unserer Biologie nach in unserem instinktiven Körperverhalten seit jeher gespeichert ist.

Daraus können wertvolle Schlüsse gezogen werden, was dies für unser Gebärverhalten, sowie die Auswahl unseres Geburtsortes und der Geburtsbegleitung bedeutet.

Wenn Du eine positive Geburtserfahrung machen willst, dann solltest Du Dich Folgendes fragen:

Welche Umgebung kann während der Geburt hemmend auf mich einwirken?
Welche Umgebung kann den ersten Kontakt zwischen mir und meinem Baby störend beeinflussen?
Was sind die Strategien, um meine Geburt zu erschweren?
Welche Faktoren machen meine Geburt länger, komplizierter und gefährlicher?

Um zu diesen Antworten zu kommen, kann es Dir helfen, Dir anschauen, welcher Teil Deines Gehirns für den Geburtsvorgang zuständig ist.

Es ist der primitivste Teil Deines Gehirns, der bestimmte Hormone produziert, die Deinen Körper anleiten, die genauen Vorgänge während der Geburt zu durchlaufen.

Der Geburtsvorgang ist umso leichter, je mehr das andere Hirn, das neue Hirn oder Neokortex, das uns als Mensch ausmacht, in den Hintergrund tritt.
Wird es während des Geburtsvorganges aktiv, so wirkt sich dies nur hemmend auf die Aktivität des alten Hirns aus.

Kann es aber inaktiv bleiben und das alte Hirn die Vorderhand haben, so bist Du von allen möglichen Hemmungen befreit.

Oft sagt man ja auch, dass eine gebärende Frau den Eindruck macht, als wäre sie auf einem anderen Planeten. Sie hat einen anderen Bewusstseinszustand erreicht. Sie traut sich, laut zu sein, ihre Schließmuskel zu öffnen, zu vergessen, was ihr anerzogen wurde, was kulturell anerkannt ist, was der Anstand verlangt.

Will man also eine Geburt länger, schwieriger, schmerzhafter und gefährlicher machen, stimuliert man am Besten den Neokortex, von dem alle Hemmungen ausgehen.
Dieser kann durch Licht stimuliert werden oder dadurch, dass man jemandem zuhören soll, der logisch und rational redet, oder wenn man von Menschen umgeben ist, die sich wie Beobachter verhalten.

Diesen primitiven Teil des Gehirns haben wir mit allen anderen Säugetier-Mamas gemeinsam. Evolution hin oder her, unter der Geburt sind wir wie alle anderen Säugetier-Mamas, das heißt, unser Körper braucht bestimmte Grundvoraussetzungen, die biologisch tief gespeichert sind.
Um zu lernen, was also wichtig für die menschliche Geburt ist, müssen wir uns anschauen, wie die Säugetiere das machen.
Und was hier gleich auffällt: trächtige Säugetiere suchen unter der Geburt die Ungestörtheit.

Das trächtige Schaf, normalerweise ein Herdentier, trennt sich zum Beispiel von seiner Schar, sobald die Geburt unmittelbar bevorsteht.
Die trächtige Katze sucht sich in einer schwer zugänglichen Ecke des Hauses, womöglich in einer Schublade eines alten, vergessenen Schranks einen Platz für die Geburt ihrer Kinder, von dem sie sich sicher sein will, dass dieser nicht aufgefunden wird.

 

Warum verbergen und isolieren sich Säugetiere, um ihre Jungen auf die Welt zu bringen?

Es geht nicht darum, sich vor Raubtieren zu schützen, da würde die Gruppe den besten Schutz bieten.
Die Weibchen verstecken sich, um sich vor den anderen Mitgliedern der Gruppe zu schützen.

Warum zeigt ein Versuch mit Ratten.
Hier wurde die Auswirkung der Umgebung auf den Geburtsverlauf sowie die Verhaltensänderung innerhalb der Rattengemeinschaft untersucht.

Es zeigte sich, dass die Rattenmutter, die sich nicht in die Ungestörtheit zurückziehen konnte, einen längeren und schwierigeren Geburtsverlauf hatte als die Rattenmutter in der Vergleichsgruppe.
Besonders auffallend ist aber das Verhalten der restlichen Rattengemeinschaft: sie reagiert auf die gebärende Ratte in ihrer Mitte mit Überaktivität. So wird die Rattenmutter in ihrer Geburtstätigkeit ununterbrochen gestört und im Zuge der ‘Versorgung’ der Nachgeburt werden auch einige der neugeborenen Ratten gefressen.

Geburt scheint andere, beteiligte Mitglieder einer Gesellschaft nervös und überaktiv zu machen.

Gebärende Weibchen brauchen Ungestörtheit, Privatsphäre, Intimität.

Das Bedürfnis, bei gedämpftem Licht an einem vertrauten Ort und ohne die Anwesenheit von Beobachtern zu gebären, ist bei uns allen gleich und tief in unserer Biologie gespeichert.

Natürlich sind wir nicht wie die Tiere. Darauf wird immer gerne bestanden.
Aber nachdem unsere große Errungenschaft, der Entwicklung des Neokortex, keine Hilfe für unsere Gebärfähigkeit bietet, sondern im Gegenteil eher hinderlich ist, dürfen wir, wenn es um die Geburt unserer Kinder geht, ruhig von unserem hohen Ross heruntersteigen und uns unter die Säuger mischen.

Die ganz klare Botschaft an alle Mütter, die keine positive Geburtserfahrung gemacht haben heißt demnach:

Nein, Dein Körper hat nicht versagt!
Dein Muttermund hatte keine Fehlfunktion!
Und nein, Du hast auch keine Wehenschwäche!

Dein Körper hat perfekt funktioniert, weil er sich an sein biologisches Design, an seine Säugetier-Prägung gehalten hat und Dein Kind vor einer Gefahr beschützen wollte.

Es ist die Weisheit unseres Körpers, der unserer Biologie folgt: wir brauchen Ungestörtheit und Privatsphäre unter der Geburt. Bekommen wir das nicht, so sagt der Körper: ‘Ich fühle mich hier nicht sicher. Hier und heute ist keine sichere Gelegenheit, mein Kind zu bekommen. Ich mache das lieber morgen. Lasst uns nach Hause fahren.’

Was ist denn dann nun konkret wichtig für den Geburtsort?

Der Ort, den man sich für die Geburt seines Kindes aussucht, sollte folgende Eigenschaften mit sich bringen:
Privatsphäre, Ungestörtheit, die Möglichkeit, intim zu sein – also ein vertrauter Raum, möglichst klein, ruhig ein wenig unordentlich (auch meinem Neokortex widerspricht das, aber der hat ja unter der Geburt nix zu melden) und Dunkelheit.

Bleibt man also am Besten gleich zu Hause. In der Abstellkammer.
Ich hatte wirklich einmal eine Klientin, deren Traumvorstellung es gewesen ist, allein in der Abstellkammer ihr Kind zu bekommen, ohne, dass es jemand mitbekommt. Sie meinte, nur so könnte sie sich hemmungslos gehen lassen.
Nun, eine Hausgeburt ist nicht für jeden.
Sie ist allerdings statistisch gesehen für eine gesunde Frau mit gesundem Kind und unauffälliger Schwangerschaft die sicherste Variante, weil sie eben am Ehesten unserem Bedürfnis nach Ungestörtheit gerecht werden kann.

Ich hätte meine beiden Kinder nicht zuhause auf die Welt gebracht, wenn ich nicht zu 200% davon überzeugt gewesen wäre, dass meine Kinder so am Wenigsten einer Gefahr ausgesetzt werden.

Aber ich weiß auch, dass viele meiner Klienten einfach nicht zu Hause Ihr Kind bekommen wollen oder auch können, weil es vielleicht besondere medizinische Umstände gibt, die Wohnsituation es nicht erlaubt oder sie keine Hausgeburtshebamme finden können (so weit ist es vielerorts schon in Deutschland).
Dann muss man sich überlegen: wie kann man unsere ureigenen Bedürfnisse  auch in einem Krankenhaus erfüllen?
Das ist, muss ich ehrlicherweise zugeben, eine echte Herausforderung, aber machbar.
Du kannst erst ganz zum Schluss ins Krankenhaus fahren und so lange wie möglich zuhause bleiben.

Du machst Deinen Partner dafür zuständig, die Rolle eines Beschützers einzunehmen, eine Art Fürsprecher. Will jemand was von Dir, muss diese Person erst an ihm vorbei.

Du lässt dafür sorgen, dass der Raum so dunkel wie nur möglich bleibt und die Inhalte Deiner Kliniktasche im ganzen Raum verteilt werden, um für Unordnung im Geburtszimmer zu sorgen.

Du behältst es Dir vor, Dich mal für eine längere Zeit allein auf der Toilette aufzuhalten und dort die Wellen zu verarbeiten – auf der Toilette findet man immer Privatsphäre und Ungestörtheit und Dein Körper reagiert geburtsfördernd auf dieses Umfeld, denn hier geht es um Ausscheidung.

Du gehst nur mit eigener Hebamme ins Krankenhaus, denn mit dieser Person stehen und fallen Deine Handlungsspielräume.
Dein Unterstützer-Netzwerk

Sich eine eigene Hebamme und/oder Doula für die Geburt zu organisieren, ist einer der wichtigsten Faktoren für eine positive Geburtserfahrung!

Ja, auch wenn die hauseigenen Hebammen des Krankenhauses beim Infoabend alle so lieb waren, und ja auch, wenn der Partner das sicher ganz toll machen wird.

Gebärende Frauen brauchen eine Vertrauensperson, die sich mit Geburt auskennt (also nicht der Partner!)und die während der Geburt nur Zeit für sie hat und nicht noch drei andere Frauen betreuen muss oder die Frau nach Schichtwechsel einfach im Regen stehen lässt.

Eine 1-1 Betreuung durch die eigene Hebamme macht die Geburt um Vieles sicherer!

Erst nach Auswahl der Hebamme würde ich schauen, in welches Krankenhaus diese mitgehen kann. Im Idealfall kann sie die erste Geburtsphase zuhause mit begleiten und dann bei der Entscheidung helfen, wann die Überfahrt ins Spital stattfinden soll.

Ein altes Sprichwort heißt, eine gute Hebamme ist eine strickende Hebamme.
Hier ist wieder der Bezug zu den wichtigen Umfeldfaktoren für eine positive Geburtserfahrung: Ungestörtheit.

Eine Hebamme, die strickt, ist da, hat aber ihren Fokus auf ihrem Strickwerk und nicht beobachtenderweise auf der gebärenden Frau. Die werdende Mutter bekommt das Gefühl, unter keinem Zeit- oder Erwartungsdruck zu stehen.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass unser Körper perfekt dafür ausgestattet ist, ein Kind auf die Welt zu bringen.
Es ist auch so, dass unser Körper immer genau richtig reagiert, dass es kein Fehlverhalten gibt.
Aber wir sind, wie auch in anderen Lebensphasen von unserer Umwelt und von unserem Umfeld stark beeinflussbar.

Es ist wichtig, diese Zusammenhänge genau zu verstehen und dann entsprechend zu handeln.
Das kann nur jede werdende Mutter für sich selbst tun. Leider wird es ihr nicht von sich aus geschenkt und es kann einen ganz schönen Mehraufwand bedeuten.

Aber dieser wird sich lohnen!

Für Dich und Deine seelische und körperliche Gesundheit, für Dein Kind und für Deine Partnerschaft.

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Das Geheimnis einer schönen Geburt

Das Geheimnis einer schönen Geburt

Ein Interview mit Jana Friedrich von Hebammenblog.de

 

 

Janas ‘Hebammenblog’ ist einer der besten Blogs im deutschsprachigen Raum rund um Schwangerschaft und Geburt und ich liebe ihre Art zu schreiben. Sie ist einfach cool!
Nun bringt sie ein neues Ebook auf die Welt: “Das Geheimnis einer schönen Geburt”. Ich habe schon reingeschaut und bin begeistert!
Für meinen Geburt und Mama-Sein Tribe habe ich nun ein Interview mit Jana gemacht, in dem sie über sich, ihre Arbeit und ihr neues Buch spricht.
Enjoy!

Warum bist Du Hebamme geworden?

Weil es der schönste Beruf der Welt ist, natürlich! ;-)”

 

Wie hat sich die Geburtskultur über die Jahre verändert und in wieweit hat dies Dein Arbeiten beeinflusst?

“In der Geburtshilfe passiert immer alles wellenförmig.

Als ich 1998 anfing gab es eine extreme Trennung zwischen der klinischen- & außerklinischen Geburtshilfe.

Im Krankenhaus wurde noch sehr viel nach Schema F gemacht: Rasur, Einlauf, Rückenlage und Dammschnitt – waren sehr üblich.
Außerklinisch war es extrem „Ökig“. Hausgeburtshebammen waren oft Einzelkämpferinnen.
Es gab nur entweder – oder.
Dann veränderte sich das. Die Frauen wollten das Beste aus beiden Welten.

Die Kliniken (immer im Wettstreit um die Gunst der Frauen) passten sich an: Kreißsäle wurden aufgehübscht, Gebärwannen, Hocker und Seile fanden Einzug in die heiligen Hallen – und wurden nach und nach auch benutzt. Hebammengeleitete Kreißsäle wurden eröffnet.
Auch außerklinisch gab es eine Öffnung: Statistische Erhebungen wurden gemacht, evidenzbasierte Arbeitsweisen wurden eingeführt. An Kliniken angegliederte Geburtshäuser wurden eröffnet. Es bildeten sich viele Hebammenteams.
Eine Weile lang schien alles auf einem perfekten Weg zu sein.
Dann begannen die Stellenkürzungen und die Versicherungsprämien schnellten in die Höhe.
Ich habe immer gerne im Kreißsaal gearbeitet. In den letzten Jahren ist es hart gewesen: Der Zeitdruck, das Gefühl nie jemandem gerecht zu werden, der Spardruck, immer mehr Arbeit in immer weniger Zeit bewältigen zu müssen, das war und ist schrecklich.”

 

Was ist Dir in der Arbeit mit ‘Deinen’ Frauen besonders wichtig?

“Ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis, genügend Zeit und Ruhe.”

 

Was ist für Dich ein wesentlicher Faktor, der dazu beiträgt, dass eine Geburt sicher, natürlich und entspannt ablaufen kann?

“Frauen müssen sich am Ort der Geburt geborgen fühlen und Vertrauen haben – in sich und ihre Betreuenden.”

 

Neu erschienen ist gerade Dein Buch ‘Das Geheimnis einer schönen Geburt’ – worum geht es da genau und warum war es Dir wichtig, dieses Buch zu schreiben?

“Das Buch ist ein Geburtsvorbereiter „to-go“.
Ich habe viel darüber nachgedacht, warum manche Frauen so tolle Geburten haben und einige nicht.

Welche Vorbereitung braucht es, um gut in die Geburt zu starten?

Wie kann man sich selbst auf eine schöne Geburt polen?

Welche Stellschrauben kann man positiv beeinflussen?

Was ist mit der mentalen Vorbereitung…?

Ich arbeite schon lange in der Vorsorge, in der Geburtsvorbereitung, im Kreißsaal und betreue Wöchnerinnen – das ganze Programm eben. So habe ich einen guten Überblick über die Sorgen und Bedenken im Vorfeld, die Vorbereitungsmöglichkeiten und die Entwicklungen bei der Geburt.

Dort zeigen sich die mentalen Stärken oder Schwächen und oft merke ich den Frauen an, ob sie eine gute Geburtsvorbereitung hatten. Wenn ja, dann haben sie einerseits einfach eine konkretere Vorstellung davon, was auf sie zukommt und können andererseits Abweichungen vom Plan besser kompensieren.
Im Wochenbett lasse ich mir berichten, was unter der Geburt hilfreich war.
So hat sich über die Jahre für mich ein gutes Bild davon zusammengesetzt, was Frauen bei einer guten Geburt unterstützt.

In meinem eBook erhalten die Leserinnen genau diese Informationen. Die von mir entwickelten Arbeitsblätter helfen, die eigenen Wünsche zu formulieren, mental stärkende und motivierende Gedanken festzuhalten und durch Wiederholung zu verinnerlichen.
Ein Extrakapitel ist dem Partner gewidmet, der ja auch wissen muss, was er tun kann, um seine Frau mental aber auch ganz praktisch zu unterstützen.

Meine Motivation ist es, das Bewusstsein und (Selbst-)Vertrauen für die Geburt zu stärken, sodass Frauen mit allem ausgestattet sind, was sie für eine gute Vorbereitung brauchen.”

 

Dein Blog ist einer der meistbesuchten Blogs rund um Schwangerschaft und Geburt; welche Chancen siehst Du in Deiner ‘Online-Arbeit’ und was schätzt Du an Deiner ‘Offline-Arbeit’?

“Es ist unglaublich und wunderschön, dass mein Blog sich zu solch einem Ort des Austausches entwickelt hat.

Das Feedback der Frauen haut mich immer wieder um und ich lerne von ihnen täglich. All das habe ich mir zu Anfang gewünscht.

Dass es aber so groß werden würde, das hätte ich nie gedacht. Der Blog befruchtet meine Offline-Arbeit und umgekehrt.

Durch die Blogleserinnen lerne ich immer wieder ganz neue Perspektiven kennen, die mir auch im echten Arbeitsleben helfen. Und natürlich gibt es Fragestellungen bei meinen Hausbesuchen und in meinen Kursen, über die ich dann wiederum im Blog berichte.”

 

Wie schaffst Du den Balanceakt zwischen all den verschiedenen Rollen, die Du in Deinem beruflichen und privaten Leben spielst?

“Das ist kein Problem, das bin ja immer ich.

Das ist nicht in dem Sinne eine Rolle. Klar, bin ich beruflich abgegrenzter.

Das ist gerade als Hebamme essentiell. Für einen kurzen Zeitraum bin ich für eine Frau oder eine Familie extrem wichtig, so dass es leicht mit Freundschaft verwechselt werden kann. Es entsteht tatsächlich ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Dennoch verlasse ich die Familie ja irgendwann wieder.

Und mir ist in meiner Arbeit sehr, sehr wichtig, dass eben keine persönlichen Abhängigkeiten entstehen.

„Meine“ Frauen sollen auf keinen Fall denken: „Ohne meine Hebamme hätte ich das nie geschafft“.

Ich möchte vielmehr ihr eigenes Bauchgefühl stärken und sie darin unterstützen ihren eigenen Weg zu finden. Wenn sie am Ende stolz auf sich sind und von sich sagen: „Das hab ich richtig gut gemacht“, dann bin ich happy.”

 

Was macht Dich – Jana – glücklich und erfüllt Dich?
“Meine Familie! (Nicht nur die leibliche, auch die Freunde, die sich so anfühlen wie Familie.)

Und dann die ganzen anderen schönen kleinen und großen Dinge im Leben:
Ein Abend mit Freunden, Auspowern beim Sport und die Sauna danach, abends noch kurz dem Atem der schlafenden Kinder zu lauschen, ein Sonntag im Bett mit Buch und schnurrender Katze, Rührungsweinen bei einer Aufführung meiner Kinder, ein Ausgeh-Abend mit meinem Mann, Samstag morgens über den Markt schlendern, Kaffee und Kuchen auf dem sonnigen Balkon, ein Tag am Meer – ein bisschen Klischee muss sein… 😉

Und aus dem Arbeitsleben:
Wenn ich mit frischen Eltern den Moment teilen darf, wie sie ein wunderschönes, noch glitschiges, grad neugeborenes Baby in die Arme schließen.
Mich nach einer langen, intensiven Betreuungszeit von einer Familie zu verabschieden und zu wissen, dass sie einen guten Start hatten und ihren Weg machen werden.
Im Sommer an der Kiez-Eisdiele die ehemaligen Babys auf Laufrädern, Skateboards oder mit der ersten Liebe an der Hand wieder zu treffen.”

Jana Friedrich

Jana Friedrich

Hebammenblog.de

So beschreibt sich Jana in drei Sätzen:

Ich bin Jana aus Berlin, Hebamme seit 1998 und Mutter von zwei Kindern.
In meinem Hebammenblog teile ich mit dir mein Wissen und meine Erfahrung rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett.
Du bekommst bei mir Informationen, Beratung und „Zutaten“ zur Meinungsbildung für eines der spannendsten Abenteuer des Lebens.

Das Geheimnis einer schönen Geburt

Hol' Dir das neue Ebook 'Das Geheimnis einer schönen Geburt'!

Jana bezeichnet ihr Ebook als eine Geburtsvorbereitung ‘To Go’ – du bekommst all das Wissen, die Werkzeuge, Fakten, To-do-Listen und Vorbereitungsmöglichkeiten an die Hand, die du benötigst, um deine persönliche Traumgeburt erleben zu können.

Ich habe schon reingeschaut und finde es wirklich wunderbar gelungen.

Also, hol’ es dir!

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