Themenfokus Trauma 3): Wie Dein Körper das Trauma verarbeitet und wie Erfahrungen aus Deinem Lebensrucksack mit Deinem Trauma zusammenhängen

 

Wie ein Trauma auf den Körper einwirkt

Unser Körper ist ein echt weises Wunderwerk der Natur! Laufend schickt er uns Botschaften, Zeichen – mal schwächer, mal stärker – um uns auf etwas aufmerksam zu machen. Bestimmte Symptome und Krankheiten sind immer ein Aufruf an uns, etwas, was in die falsche Richtung läuft, aufzudecken und zu bereinigen.

Bei Traumasymptomen ist es ähnlich. Unser Körper will darauf aufmerksam machen, dass da etwas in ihm steckt, was so dort nicht bleiben darf.

Warum ist das so?

Um das zu verstehen, müssen wir uns anschauen, wie ein Trauma auf den Körper einwirkt.

Wenn wir uns die instinktiven Teile des menschlichen Gehirns anschauen, dann wird deutlich, dass diese nahezu identisch mit den instinktiven Teilen des tierischen Gehirns sind. Schauen wir uns Beutetiere in der freien Wildbahn an: Gazellen oder  Zebras zum Beispiel. Diese Tiere leben ständig in der Gefahr, gejagt und getötet zu werden, und doch finden nur selten Traumatisierungen statt. Sie scheinen die angeborene Fähigkeit zu haben, die Auswirkungen lebensbedrohlicher Ereignisse abzuschütteln und so weiter zu leben, als ob nichts geschehen wäre.

Wie ist das möglich und wie kann das ausschauen?

Frei lebende Beutetiere, die nur knapp dem Tod entronnen sind, durchlaufen einen bestimmten physiologischen Prozess, um zur Normalität zurückzukehren, welcher sich gut beobachten lässt. Das ist ein Prozess des Zitterns, Schüttelns und des tiefen Atmens. Wildtierbiologen erklären das so, dass die Tiere diesen Prozess durchlaufen müssen, damit sie überleben. Wenn die Biologen zum Beispiel ein Wildtier betäuben und mit einem Chip versehen, dann müssen die Biologen anschließend dafür sorgen, dass die Tiere nach dem Aufwachen ungestört diesen Bewegungsprozess durchlaufen können. Wenn die Tiere diesen Prozess nicht machen können, ist tatsächlich deren Überleben gefährdet. Bei den Wildtieren scheint es so, als müsste das Nervensystem die unvollendete Flucht oder den unvollendeten Kampf zu Ende führen.

Wir Menschen funktionieren auch so. Unser Körper darf keinesfalls unterschätzt werden!

Unser Körper ist Sitz des Unterbewusstseins und das Erleben über die unterbewusste Ebene macht unglaubliche 98 % unseres Lebens aus. Nur 2 % laufen über unser Bewusstsein. Das mag sich manchmal genau anders herum anfühlen, wenn das Kopfkarussell läuft und es sich schnell dreht. Aber das größte Potenzial zur Veränderung Deines Zustandes liegt in Deinem Unterbewusstsein!

Deshalb ist die therapeutische Arbeit über den Körper auch so wahnsinnig erfolgreich. Ich leite meine Klientinnen über bestimmte Bewegungsübungen aus der intuitiven Körperarbeit dazu an, diese natürlichen Bewegungsprozesse, zur Lösung der Traumaenergie, zu durchlaufen. In meinem Traumaheilungsprogramm „Flug der Phönix Frau“ habe ich diesen Prozess so gestaltet, dass jede Frau, den für sich selber machen kann. Mehr zu meinem Programm und meine Arbeitsweise erfährst Du in meinem kostenlosen Webinar ‘Wege aus dem Trauma’.

Was passiert in unserem Nervensystem?

In einer Notfallsituation mobilisieren der Verstand als auch der Körper eine gewaltige Energiemenge, um den Kampf oder die Flucht vorzubereiten. Wenn die Energieentladung vollständig ist und wir unsere Aktionen durchgeführt haben, dann erhält das Gehirn die Information, dass es den Pegel der Stresshormone wieder absenken kann, weil die Gefahr vorüber ist. Bleibt diese Botschaft aber aus, vielleicht weil wir nicht in der Lage sind zu kämpfen oder zu flüchten, dann veranlasst das Gehirn weiterhin die Ausschüttung großer Adrenalin- und Cortisolmengen. In diesem Fall verbleit der Körper in dem extrem hochaufgeladenen Zustand.

Was dann folgt ist die Erstarrung. Also Herz und Gehirn rasen weiterhin, aber der Körper bleibt in einer Art Schockzustand eingefroren. Es ist fast so ein Gefühl, wie bei lebendigem Leib begraben zu sein. Viele Mütter beschreiben ihren Zustand genauso.

Das ist das entscheidende Element, das zur Traumatisierung führt. Ich habe unzählige Geburtsberichte gehört, bei denen die Frauen in diesem Erstarrungszustand eingefroren sind und diese erstarrte Energie noch immer mit sich im Körper herumtragen. Das überlastet das Nervensystem extrem und macht einen auf Dauer krank. Das ist wie bei einem Computer, bei dem ein Programm im Hintergrund läuft, das die gesamte Betriebsgeschwindigkeit belastet und verlangsamt.

Wir haben aber dieselbe angeborene Fähigkeit, ein Trauma abzuschütteln, wie es Tiere haben, die sich aus der Erstarrung heraus bewegen können. 

Und diese machen wir uns in der Traumaheilung zu Nutze. Bewegung ist hier ein Schlüsselwort. Bewegung, in Fluss gebracht durch die intuitive Körperarbeit, kann so den Frauen endlich wieder die Lebenskraft zur Verfügung stellen, zu der sie vorher keinen Zugang hatten.

 

Das Trauma im Zusammenhang mit unseren Lebensthemen

Wie steht das traumatische Erlebnis in Zusammenhang mit unseren Lebensthemen und wie kann man sich das als eine Fortführung eines thematischen roten Fadens vorstellen?

Nehmen wir zum Beispiel das Thema „traumatische Geburtserfahrung“. Hier geht es um eine Grenzverletzung.

Bei der Traumaarbeit gilt es, sich ein Gesamtbild zu verschaffen.

Welche Erlebnisse aus dem Säuglingsalter, aus der Kindheit, aus dem Teenageralter, aus dem jungen Erwachsenenalter haben ein ähnliches oder gleiches Schema, wie das des Geburtstraumas? Hier kann es viele Erlebnisse geben, die einem zum Thema Grenzüberschreitung oder Grenzverletzung einfallen. Oft findet man diese Erlebnisse, Vorfälle und Erinnerungen, die auftauchen, mit den engsten Bezugspersonen, also mit der eigenen Mutter oder dem eigenen Vater.

Bei meinen Klientinnen fange ich damit an, mit dem verletzten inneren Baby, Kind und Teenager zu arbeiten.

Dieser Zugang ist wahnsinnig wertvoll, denn auf den Körper übertragen, steht dieses innere Kind für das Herz bzw. die Herzregion. Viele traumatisierte Menschen haben ein verletztes oder manchmal auch ein gebrochenes Herz.

Die liebevolle Zuwendung zum Herzen, zu den Themen, die uns wirklich tief verletzt haben – und hier geht es oft um den unerfüllten Wunsch nach Liebe und Anerkennung – die kann schon so immens heilsam sein. 

So schaffen wir es dann auch, das Trauma in den Gesamtkontext unseres Lebens zu stellen.

Das bedeutet, dass wir dann in der Lage sind, echte Lehren aus unserem Trauma zu ziehen und daran zu wachsen anstatt daran zu Grunde zu gehen. Was dann passiert ist Vergebung; ist Loslassen und Annehmen.

Was dann passiert ist Heilung.

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In diesem kostenlosen Webinar erfährst du, wie du traumatische Lebenserfahrungen wie zum Beispiel eine traumatische Geburtserfahrung bearbeiten und heilen kannst.

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Hallo! Ich bin Nina und Dein Birth Coach und Mama Mentor.

Auf diesem Blog wirst Du immer wieder wertvolle Beiträge über Schwangerschaft, Geburt und Mama-Sein bekommen, die Dir Mut machen sollen, Dich inspirieren sollen und Dir zeigen sollen, dass Du sehr wohl dazu in der Lage bist, selbstbestimmt zu gebären und ein erfülltes Mama-Leben zu führen.

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