Themenfokus Mama-Sein:

“Wie bekomme ich bloß alles unter einen Hut?”

Das ist wohl die häufigste Frage für all die Mamas da draußen – neben: “Wann kann ich endlich mal meinen Kaffee zu Ende trinken, ohne dass er kalt wird?”.

 

Also ein heißes Thema, um das auch so einige Mythen existieren. Mich betrifft dieses Thema genauso wie euch da draußen.

Ich bin Mama von 3 Kindern, die alle ganz andere Bedürfnisse haben. Ich bin selbständig und habe oft neben meinen Klientinnen mehrere Projekte in verschiedenen Phasen laufen. Ich habe einen Partner, der mich braucht. Und ich bin auch noch ICH, die sich selbst braucht, um gesund und happy zu bleiben.

Aktuell bauen wir unser Haus um und leben daher vorübergehend in einer 1-Raum Appartment-Wohnung, wo wir tatsächlich zu fünft in einem Raum leben.

Ich möchte in diesem Themenfokus mal ganz genau diesen Hut anschauen, unter den alles passen soll.

Wie schaut dieser Hut aus?

Woher kommt der eigentlich?

Wer hat ihn uns gegeben?

Warum ist er da?

Welchen Zweck erfüllt er?

Was soll dieser Hut überhaupt?

Ich frage das so, weil mir immer wieder auffällt, wie wir Mamas sehr seltsame Vorstellungen von diesem Hut haben.

 

  • Dieser Hut steht ja für das Gerüst oder die Form, das Format, das so ein Mama-Leben mit sich bringt: also das Kind, das bestimmte Bedürfnisse mitbringt, die erfüllt werden möchten, dann der Haushalt, der geführt werden muss, um so die elementaren Bedürfnisse wie Nahrung, Sicherheit, Geborgenheit zu erfüllen; dann der Partner, das Berufsleben, das Sozialleben, die Freundschaften, die gepflegt werden sollen, eventuell Hobbies und die eigene Gesundheit. Diese steht oft an letzter Stelle, da sie von Mamas oft einfach vernachlässigt wird, was sich natürlich irgendwann rächt.
  • Der Hut steht auch für das Bild, das wir vom Mama-Leben haben. Oft ist dies geprägt von unserer eigenen Mutter – es kann sein, dass wir es genauso wie sie machen möchten oder es ganz anders und in unseren Augen besser machen möchten; in beiden Fällen orientieren wir uns am Vorbild unserer Mutter. Oder unser Bild wird tagtäglich durch Eindrücke aus der Werbung beeinflusst, in der oft stark überzogen das Bild der glücklichen, erfüllten, feschen, sportlichen, liebevollen, erfolgreichen Über-Mama gezeigt wird, die scheinbar doch alles unter einen Hut bekommt. “Wie schafft die das bloß alles?” fragt man sich da. Auch mir passiert es von Zeit zu Zeit, dass ich mich nach einer Spielplatzunterhaltung mit einer anderen Mama frage, die die das bloß alles schafft – auch wenn wir vielleicht nur über den Osterschmuck oder irgendein anderes banales Detail aus ihrem Mama-Leben unterhalten haben. Auch ich bekomme oft die Rückmeldung: “Wie du das bloß alles schaffst mit drei Kindern?” Ha, aber jetzt mal ehrlich: wir bekommen nur einen Mini-mini-Ausschnitt aus dem Leben dieser Mutter zu sehen. So oft ich ja Einblicke in unser Familienleben zulasse, aber auch Ihr bekommt ja nur ganz wenig zu sehen von uns und da könnte der Eindruck entstehen, dass ich das alles unter meinen speziellen Hut bekomme.

 

Und das natürlich nicht der Fall.

 

Denn der Mama-Hut ist komplett unrealistisch. Er ist ein Konstrukt. Er entspricht nicht der Wahrheit. Wenn wir nach diesem Hut gehen, unter den alles passen soll, dann unterwerfen wir uns völlig unrealistischen Vorstellungen.

Ich hatte einmal die Mamas im Vorfeld gefragt, wie es Ihnen so geht im Mama-Leben und was sie sich für diesen Hut, unter den alles passen soll, wünschen würden. Laut der meisten Mamas schaut das so aus:

  • die eigene Selbstständigkeit
  • die drei Kinder
  • der Haushalt
  • das Spielen mit den Kindern
  • eine leichte Gelassenheit
  • genug Zeit für sich
  • keine Fremdbetreuung in Anspruch nehmen
  • alle (Kinder und Partner) den Bedürfnissen entsprechend behandeln, ohne sich selbst zu vergessen
  • den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder gleichzeitig nachkommen (!!!)

 

Völlig unrealistisch.

 

Ehrlich? Damit macht Ihr Euch selbst nur fertig! Wenn ihr meint, dass das andere Mütter schaffen, dann stimmt das so nicht! Ich möchte Euch jetzt und hier dazu aufrufen, den Hut drauf zu hauen. Hau den Hut drauf! Oder besser: löse dich von diesem Hut. Du brauchst ihn nämlich gar nicht.

Bevor du das tust, möchte ich, dass du dir bewusst wirst, was da alles drin ist oder noch drunter soll.

Woraus besteht dein Hut?

Das wird deine Aufgabe für heute sein:

gleich nachdem du hier meinen Beitrag fertig gelesen hast, wirst du dich hinsetzen und schreibend an die Arbeit gehen.

Du wirst alle Elemente sammeln, die diesen Hut ausmachen. – alle Tätigkeiten, Bedürfnisse rund um die Kinder – rund um den Haushalt – deinen Mann – dein Berufsleben – alles, was dich allein betrifft (Gesundheit, Ernährung, Sport, Hobbies) – euer Sozialleben – Freunde – und alles, was dir noch so einfällt. Da sind oft noch Kleinigkeiten dabei, die man erledigen und besorgen will, aber es nie macht. Da können aber auch richtig große Dinge dabei sein. Das wird eine mega Liste werden. Und dir wird klar werden, wie arg das eigentlich ist, was du alles von dir erwartest. Wie viele Dinge Du da auf einmal, gleichzeitig und dann auch noch entspannt machen sollst. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit!

Dann will ich, dass Du eine neue Liste machst von den Dingen, die Dir Spaß machen, die dich erfüllen, an denen du dich auftanken kannst. Das sind die wirklich wichtigen Dinge!!! Danach kehrst du zu deiner ersten Liste zurück – der Darstellung deines Hutes, unter den alles passen soll. Und jetzt wird raus gestrichen, was raus kann. Überlege hier: Was willst du wirklich? Was ist dir wirklich wichtig? Was sind Erwartungen von außen? Was sind Erwartungen, von denen du nur annimmst, dass sie von dir erwartet werden? Weil die Werbung dieses Bild so konstruiert hat, weil deine Mama das immer so gemacht hat oder weil die Schwiegermutter gesagt hat, das gehört aber anders gemacht…

Wir sind alle verschieden und jede von uns braucht bestimmte Rahmenbedingungen, um glücklich leben zu können. Wir dürfen uns diese selbst gestalten. Aus unserem Inneren heraus.

Und es muss gar nicht alles unter einen Hut passen – weil dieser Hut gar nicht sein muss. Löse dich also heute von diesem Hut. Befreie dich von diesem Stressfaktor, der im Grunde eine Illusion ist!

 

Das ist deine erste Aufgabe für heute, da diese Klarheit reinzubekommen.

Morgen geht es weiter: da schauen wir konkret, wie du weiter dein Mama-Leben vereinfachen kannst, um gar nicht in die Hut-Falle zu kommen. Denn es geht in erster Linie darum, Klarheit zu bekommen, um dann das eigene Mindset zu verändern. Denn wir haben ja die Möglichkeit, uns das so auszudenken und so zu gestalten, wie wir uns das vorstellen und es brauchen. Man glaubt es oft nicht, dass man doch so viel Macht und Gestaltungsfreiheit hat. Das heißt dann aber, dass man sich von ein paar Dingen oder Erwartungen lösen muss. Und dann schauen wir weiter, wie man organisieren, delegieren und weiter vereinfachen kann.

Wir schauen, warum die Herangehensweise, alles alleine machen zu wollen, eine Sackgasse ist, die dich auf Dauer nicht glücklich machen wird.

Das musste ich tatsächlich auch lernen, da ich eine Person bin, die alles gerne alleine macht. Weil ich glaube, es geht dann schneller oder es wird dann so gemacht, wie ich es mir vorstelle. Nur das geht irgendwann nicht mehr, irgendwann braucht man Hilfe.

Ich werde Euch zeigen, wie das konkret bei mir ausschaut und wie ich mein Mama-Leben organisiere und wie ich ganze Teilbereiche (nämlich die, die mir nicht wichtig sind und mich nicht glücklich machen) streiche.

Du hast jetzt einiges zu tun.

Vorher möchte ich Dir ein Bild mitgeben, auf das ich später noch einmal eingehen werde: komm weg von der Vorstellung, dass Du eine Balance in deinem Mama-Leben finden musst. Das ist ein Drahtseilakt, der mega stressig ist, der unter Druck setzt. Weil du da oben stehst und denkst, wenn ich jetzt nicht die Balance halte, falle ich runter. Und wer will das schon? Da entsteht viel Druck und Stress und man glaubt man muss alles gleichzeitig ausbalancieren.

Ich gebe dir jetzt ein anderes Bild mit, ein besseres: sieh das Mama-Leben eher als Pendeln. Du kannst Dich hier ja auch auf einer tollen, großen Schaukel sehen.

Du pendelst hin und her – zwischen Ordnung und Chaos, zwischen Stille und Aktivität, zwischen Unklarheit und Klarheit, zwischen Leere und Fülle.

Beide Zustände dürfen sein.

Es ist wie Einatmen und Ausatmen. Wie Tag und Nacht.

Nimm beide Zustände bewusst wahr, aber identifiziere dich nicht so stark über sie. Denn dein Wert ist weder an den einen noch den anderen Zustand geknüpft.

Du bist eine gute Mutter, du bist eine wunderbare Frau – egal, an welchem Ende dieser Schaukel du gerade bist.

Genieße den Flug, das Schaukeln. Das Leben ist konstante Veränderung.

Willkommen auf meinem Blog!

Hallo! Ich bin Nina und Dein Birth Coach und Mama Mentor. Auf diesem Blog wirst Du immer wieder wertvolle Beiträge über Schwangerschaft, Geburt und Mama-Sein bekommen, die Dir Mut machen sollen, Dich inspirieren sollen und Dir zeigen sollen, dass Du sehr wohl dazu in der Lage bist, selbstbestimmt zu gebären und ein erfülltes Mama-Leben zu führen. Hier erfährst Du mehr über mich und über Dich…

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