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My body, my choice!

 

In Deutschland geht es gerade heiß her. Es wurde beschlossen, dass ab Sommer 2015 freiberuflich tätige Hebammen keine Haftpflichtversicherung mehr haben werden. Für die Hebammen in Deutschland bedeutet dies das berufliche Aus, denn ohne Versicherung dürfen sie nicht arbeiten.

Geburt wird immer mehr als medizinisches Unterfangen behandelt.
Ach wäre es nicht praktisch, wenn, so wie auch in Spanien, die Mütter bis zur geplanten OP-Geburt an ihrem Bürotisch sitzen bleiben könnten, um dann pünktlich nach 16 Wochen wieder genau dort sitzen zu können? Das Krankenhaus verdient gut daran, die Milchpulver-Industrie, der Physiotherapeut, die Krippe und nicht zuletzt ihr Arbeitgeber. Was dagegen? Lieber nicht, Arbeitsplätze sind eh schon rar…

Dass freiberufliche Hebammen aus der Gesellschaft gedrängt werden – und dass vom System gewollt und von der Politik ignoriert – ist, zumindest in Deutschland, ganz offensichtlich.
Andernorts passiert das (noch) subtiler.

Geburt ist ein ganz individueller, ganz persönlicher und physiologischer Akt, der im besten Falle ungestört und in liebevoller Begleitung stattfinden sollte, damit er sicher ist, um eben nicht das Wohl der Mutter und des Babys zu gefährden.
Nur die 1:1 Betreuung durch eine Hebamme kann dies garantieren.

Gebärende Frauen haben, wie alle anderen Menschen auch, das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf körperliche Unversehrtheit.
Wir haben ein Recht auf Leben, auf Sicherheit, auf Freiheit.

Aus der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte:

„Niemand darf unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung ausgesetzt werden.

Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben und in seine Familie ausgesetzt werden.

Die Familie ist die natürliche Grundeinheit der Gesellschaft und hat Anspruch auf Schutz durch Gesellschaft und Staat.

Mütter und Kinder haben Anspruch auf besondere Fürsorge und Unterstützung.“

Diese Rechte gelten auch unter der Geburt!

www.humanrightsinchildbirth.com

Und haben nicht auch die Hebammen ein Menschenrecht darauf, den Beruf auszuüben, den sie gewählt haben? Wie kann es sein, dass ein ganzer Berufszweig indirekt verboten werden kann?

Wie kann es sein???

Laut Amnesty International:

„Jeder hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit.

Jeder, der arbeitet, hat das Recht auf gerechte und befriedigende Entlohnung, die ihm und seiner Familie eine der menschlichen Würde entsprechende Existenz sichert, gegebenenfalls ergänzt durch andere soziale Schutzmaßnahmen.“

Wir haben – und das ist hochoffiziell laut Europäischem Gerichtshof, Fall Ternovsky – das Recht darauf zu entscheiden, wo, wie und mit wem wir unser Kind auf die Welt bringen wollen.

Das bedeutet, nicht nur für Deutschland, sondern für alle Länder der Europäischen Union, dass schwangere Mütter sich auf diesen Entscheid des Europäischen Gerichtshof berufen können, wenn sie sich in ihren Rechten eingeschränkt fühlen.

Also, wenn es z.B. in ihrer Region nicht genug (oder keine) Hebammen mehr gibt, die sie entweder bei einer Hausgeburt, einer Geburt im Geburtshaus oder in einem Krankenhaus begleiten können.
Diese Mutter wäre gezwungen, entweder alleine ihr Kind auf die Welt zu bringen oder sich auf ein unbekanntes, wahrscheinlich auch stetig wechselndes Geburtspersonal im Krankenhaus einzulassen, und so sich selbst und ihr Baby einer erhöhten Chance auf eine interventionsreichere und gefährlichere Geburt auszusetzen.

Es ist bekannt, dass Geburt nur dann natürlich, physiologisch und sicher ablaufen kann, wenn sich die gebärende Frau in einer vertrauten Umgebung mit vertrauten Personen befindet, die ihr ein Gefühl von Sicherheit, Liebe und Respekt entgegenbringen, so dass ihr Körper die notwendigen Signale erhält, dass es nun ‘sicher genug’ für die Geburt des Kindes sei.

Trotz aller Evolution und Miley Cyrus, bleibt uns Frauen dieser Teil des Gehirns mit allen anderen Säugetiermüttern gemein.

Geburt ist ein Ausscheidungsprozess.

Hier gilt Privatsphäre versus Überwachung, vertraute Personen versus unbekannte und stetig wechselnde Personen, sowie respektvolle und einfühlsame Behandlung versus medizinisch-technisierte Behandlung.

Das Einfühlen der Hebamme in die gebärende Frau ermöglicht es ihr, etwaige Komplikationen frühzeitig erkennen zu können – es kann ein Stimmungswechsel der Frau sein – so dass Sicherheit im besten Sinne gewährleistet werden kann.
Und das zahlt einem keine Versicherungsprämie der Welt!
Eine Hebamme, die mehrere Frauen zeitgleich versorgen muss, die darüber hinaus auch noch den erhöhten bürokratischen Dokumentationsaufwand hat, kann diese Sicherheit nicht gewährleisten.

Und nein, ein CTG ist kein Ersatz für eine Hebamme!

Die Kaiserschnittrate spricht von einer anderen Wahrnehmung des Begriffs der Sicherheit. Vielmehr einer Art der ‘Versicherung’.

Aber es bleibt eine Wahrnehmung und hat weniger mit der Wirklichkeit zu tun, denn mit der steigenden Anzahl der chirurgischen Geburten nimmt auch die Müttersterblichkeit immer mehr zu.

Bei einer 1:1 Betreuung durch eine Hebamme ist diese Rate deutlich niedriger. Aber hier sehen wir ganz deutlich: das Geschäft mit der Geburt hat kein Interesse an Müttern und ihren Babys oder an den Hebammen.
Vielleicht noch nicht einmal mit den Ärzten und Krankenhäusern.
Es geht viel weiter nach oben. Es geht um Macht und um Geld, viel Geld.

Nicht nur beim Thema Geburt – aber hier ganz besonders – wird der Begriff der Sicherheit in direktem Konflikt mit der Selbstbestimmung gebracht. Es heißt, dass Frauen, möchten sie selbstbestimmt ihre Geburt erleben, egoistisch handeln und das Wohl ihres Kindes gefährden.
Das ist auch der Grund dafür, warum die Menschenrechte unter der Geburt tagtäglich routinemäßig verletzt werden können: die Angstkarte zieht immer, natürlich möchte keine Mutter das Leben ihres Kindes riskieren.
Angst und Unwissen waren schon immer die besten Komplizen der Macht.

Warum die Frauenbewegung das Thema Geburt weiterhin ignoriert, bleibt mir ein Rätsel.

Wir haben ein Recht darauf, unser Leben so zu gestalten, wie wir das möchten.

Wir haben vor allem ein Recht auf eine sichere Geburt.

Wir haben ein Recht auf Hebammen!

Notfalls müssen wir uns dieses Recht in Brüssel holen.

Willkommen auf meinem Blog!

Hallo! Ich bin Nina und Dein Birth Coach und Mama Mentor.

Auf diesem Blog wirst Du immer wieder wertvolle Beiträge über Schwangerschaft, Geburt und Mama-Sein bekommen, die Dir Mut machen sollen, Dich inspirieren sollen und Dir zeigen sollen, dass Du sehr wohl dazu in der Lage bist, selbstbestimmt zu gebären und ein erfülltes Mama-Leben zu führen.

Hier erfährst Du mehr über mich und über Dich…

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Hier geht es um alle Frauenthemen, die rund um die Zeit der Schwangerschaft, die Vorbereitung auf die Geburt, die Verarbeitung der Geburtserfahrung und das Hineinwachsen in die Mama-Rolle auftauchen.