Themenfokus TRAUMA: 4) Die verletzte Weiblichkeit

In der Arbeit mit traumatisierten Frauen geht es immer auch um die verletzte Weiblichkeit. Denn die Weiblichkeit ist Teil unseres Seins.

Dieser Punkt ist sogar so wichtig, dass er bei mir im Traumaheilungsprogramm ‘Flug der Phönix Frau’ sogar ein eigenes Modul bekommen hat. Denn mir ist aufgefallen, dass ich in der Arbeit mit den Frauen nach der intuitiven Körperarbeit zur Lösung der Traumaenergie und nach der Arbeit mit dem inneren Kind immer an den Punkt komme, wo klar wird, wie stark verletzt oder wie stark unterdrückt die Weiblichkeit der Frauen ist. Nun gibt es viele Unklarheiten, was den Begriff Weiblichkeit betrifft.

Was ist Weiblichkeit überhaupt?

Weiblichkeit hat mit unserer Sexualität, mit unserem Körper zu tun, aber hat Weiblichkeit dann etwas mit Erotik, mit Sinnlichkeit, mit Sex zu tun?

Weiblichkeit orientiert sich scheinbar stark am Äußeren. Heißt es dann, dass man sich als Frau besonders feminin oder sexy kleiden muss, um sich mit der eigenen Weiblichkeit zu verbinden?

Oder wallende Gewänder? Die innere Göttin?

Nein.

Oder zumindest nicht unbedingt, denn jeder erlebt das ganz individuell.

Vielleicht wird es klarer, wenn ich die zwei Energiesysteme männlich und weiblich gegenüberstelle:

Stark und schwach.

Außen und Innen.

Höhe und Tiefe.

Spannung und Entspannung.

Schnell und langsam.

Denken und Fühlen.

Logik und Intuition.

Kontrolle und Hingabe.

Technisch und natürlich.

Realität und Fantasie.

Ordnung und Chaos.

Tun und Sein.

Dynamisch und zyklisch.

Ein weiterer Punkt ist der Gegensatz von Licht und Dunkel, wobei das Licht für das männliche Prinzip steht und das Dunkle für das weibliche. Wir haben beide Anteile in uns. Und idealerweise sind die zwei ausgeglichen oder wechseln sich phasenweise ab.

In den Aufzählungen ist ersichtlich, dass die weiblichen Anteile bzw. die Begriffe für die Beschreibung der Frauen eher negativ besetzt sind. Warum ist das so?

Wir leben in einem durchwegs männlichen System. Es zählt die Leistung. Das äußere Erscheinungsbild. Die Logik. Das System, die Idee. Es dominiert das Technische, der schnelle Wachstum wird belohnt; die Stärke bewundert.

All die weiblichen Anteile werden unterdrückt, weil sie als schlecht bewertet werden: das Schwache, das Intuitive, das Dunkle, das Verborgene, das Lustvolle, das Langsame, das Gefühlte.

Also nehmen auch wir die weiblichen Elemente in uns als negativ wahr. Verneinen also Teile von uns selbst. Wir unterdrücken das Weibliche in uns – unsere Wahrhaftigkeit – und tragen nach Außen eine falsche Maske der Weiblichkeit. Wir haben uns selbst in Ketten gelegt.

Kein Wunder, dass wir unsere Menstruation als schmerzhaft erleben; dass unser Zyklus unregelmäßig ist oder uns die Endometriose plagt; dass uns der Sex weh tut. Das sind die Auswirkungen einer verletzten Weiblichkeit. Es kann auch sein, dass durch ein Geburtstrauma die Weiblichkeit so richtig verletzt ist, dass unser weiblichster Raum verletzt und beschnitten wurde: unsere Gebärmutter, unsere Vagina.

Die Heilung der Weiblichkeit ist immer Teil der Traumaheilung bei mir. Denn ich gehe die Traumaheilung ganzheitlich an.

Und meiner Meinung nach ist Heilung an sich weiblich.

Also auch, wenn ein Mann in sich etwas heilen will, so geht das nur auf dem weiblichen Weg, nämlich über das Hinabsteigen in die Dunkelheit; über das Spüren und nicht über die Leistung.

Man kann Heilung nicht leisten, nicht erarbeiten. Heilung geschieht. Man gibt sich ihr hin.

Sie erwächst von innen nach außen. Und dieser Heilungungsweg wird ganz individuell erlebt.

 

Wie begleite ich die Heilung der Weiblichkeit?

Über viele Jahre habe ich es über die direkte Arbeit mit den Frauen gemacht. In meinem Programm „Flug der Phönix Frau“ habe ich schließlich einen Prozess vorgezeichnet, welcher zusammenfast, wie ich diesen Weg auch eins zu eins mit den Frauen gehe.

Im Modul zur Heilung der Weiblichkeit beginnen wir damit, uns bewusst zu werden, wie stark wir unsere Weiblichkeit, unsere eigene innere Frau, unterdrücken.

Es werden alle Aspekte des alltäglichen Lebens angeschaut. Wie leben wir unsere Weiblichkeit?

Ziel ist es wegzukommen von dem Begriff, dass Weiblichkeit etwas Diffuses ist. Ich leite eine Schoßraummeditation an, um diesen Raum überhaupt mal wieder spürbar zu haben. Das ist für viele schon sehr schwierig: in die Gebärmutter reinfühlen. Das braucht Übung.

Das hört sich vielleicht schwer greifbar an, ist es aber nicht. Denn im Grunde ist es einfach ein weiteres Organ im Körper der Frau, welches aber komplett ausgeblendet, vernachlässigt, unterdrückt und verunreinigt ist; durch psychische oder körperliche Verletzungen, durch Medikamente, durch toxische Beziehungen. Gerade nach einer Traumatisierung in diesem Bereich ist dies sehr wichtig. Durch diese Zuwendung kann sich schon viel lösen.

Dann gibt es die Gebärmutter-Mandala-Übung, in der wir nachschauen, welche fremden Energien wir so nah und so tief an uns herangelassen haben. Das können Energien von Verflossenen sein, von Sexualpartnern, aber auch Energieverbindungen zu Familienmitgliedern oder anderen Menschen, Freunden und Bekannten. Was da oft zu Tage kommt, ist haarsträubend. Man lässt so viele Menschen an sich ran. Da gehört oft ziemlich aufgeräumt und ausgemistet – saubergemacht. Das machen wir dann.

Was ich noch nutze, sind Übungen aus der Tanztherapie und der intuitiven Körperarbeit, wo wir das Becken und die Wirbelsäule thematisieren, weil dort ganz viel aufgestaut ist. Oft habe ich Frauen die, wenn sie ihren Körper beschreiben, sagen, dass sie ihren Beckenbereich gar nicht richtig bewegen können. Er kommt ihnen steif und blockiert vor, als ob da etwas sitzt.

Wir schauen uns an, wie wir unseren Zyklus erleben und unsere Menstruation. Da gebe ich ein paar Anregungen, wie man das anders gestalten kann. Wie man sich da auch mehr Raum für sich selbst, für die eigenen Bedürfnisse, für den eigenen Rhythmus schafft. Der Zyklus steht dafür, im eigenen Rhythmus sein zu dürfen und nicht dem männlichen Rhythmus hinterher hetzen zu müssen. Da steigt man sowieso immer als Verlierer aus, weil es nicht der eigene Rhythmus ist.

Und wir schauen auch ins Thema Sexualität. Wie können wir uns wieder mit unserem Partner verbinden, wirklich verbinden, also auf Herzensebene? Was für uns Frauen, aber auch für die Männer wichtig ist, dass der Herzbereich dazukommt, weil man sich erst dann wirklich verbinden kann. Nach einem Trauma, besonders einem Geburtstrauma, ist die gelebte Sexualität oft sehr eingeschränkt, konfliktreich oder überhaupt erstarrt. Ich möchte da den Frauen wieder einen Zugang zur eigenen Sexualität geben. Und zwar auf ihre eigene, wahrhaftige Weise – ohne Performance oder Druck. Es ist auch toll und erleichternd für den Partner, sich mit einer Frau zu verbinden, die wirklich sie selbst sein kann.

 

So werden viele Kanäle für die ganzheitliche Heilung geöffnet.

Und die Frau kann wieder ganz in ihre eigene volle Größe kommen – eins mit ihrer Weiblichkeit.

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