Achtsamkeit im Mama-Leben

Bei all der Organisation, Klarheit und Planung, die einen Mama-Alltag so gut es geht funktionieren lassen, ist es essentiell, im Moment sein zu können, lebendig und wach sein zu können.

Das hat viel mit Loslassen zu tun. Mit Hingabe. Mit Intuition.

Mit Vergebung vor allem sich selbst gegenüber.

Das sind alles sehr weibliche Attribute, die wir oft meinen unterdrücken zu müssen, um so einen typischen Mama-Tag stemmen zu können.

Nun, meiner Ansicht nach müssen wir das nicht. Vor allem nicht, wenn wir – so wie in den ersten 3 Beiträgen zu diesem Themenfokus erklärt – wir ein vereinfachtes, realistisches, uns unterstützendes System haben, an dem wir uns festhalten können. Denn dann können wir zum richtigen Zeitpunkt loslassen.

Stellt es Euch vor wie eine Trapezkünstlerin, die von einer Seite des Zirkuszeltes zur anderen schwingt.

Ich hatte Euch ja im ersten Beitrag schon dieses Bild vom Pendeln gegeben – statt der Balance, der wir hinter her rennen und sie doch nicht erreichen können, können wir unseren Alltag auch pendelnd erleben, zwischen Ordnung und Chaos, zwischen System und Intuition. Das Trapez muss auch sicher und stark aufgebaut sein – erst dann kann man die akrobatischen Mama-Tätigkeiten vollbringen.

Also, was ich sagen will: neben all der Organisation ist natürlich auch das LEBEN an sich wichtig, dass wir wirklich lebendig daran teilhaben können.

Niemand ist perfekt und das soll auch nicht der Anspruch sein. Auch mir geht es ja so, dass ich im Laufe eines Tages mehrmals zwischen den Polen hin und her schwinge. Dass ich zum Beispiel aufgrund von den Bedürfnissen eines (oder mehrerer) meiner Familienmitglieder oder auch von mir selbst meine Pläne ändern muss. Meine Idee von dem Tag aufgeben muss. Dass ich loslassen muss. Und da hilft die Achtsamkeit.

 

Was ist Achtsamkeit überhaupt?

Nun, es heißt nichts anderes, als im Hier und Jetzt anzukommen. In diesem Moment, an diesem Ort, zu diesem Zeitpunkt. Und in sich selbst anwesend und wach zu sein. Das heißt jetzt nicht, dass du dich wach fühlen musst. Das bedeutet, in den Körper zu kommen und sich seiner Empfindungen bewusst zu werden. Nehmen wir mal eine typische Situation im Mama-Alltag: der Wutanfall des 1,5-Jährigen oder eine heißte Diskussion mit der 6-Jährigen. Beide Situationen können dazu führen und führen auch regelmäßig dazu, dass wir völlig aus dem Konzept kommen; was unsere Tagesplanung oder aber auch unsere Emotionen betrifft. Vielleicht weil hier das innere Kind getriggert wird, weil wir diese Erfahrung eventuell selbst als Kind gemacht haben.

Hier kann es für alle Beteiligten hilfreich sein und sofort entstressen, wenn Mama sich ihrer selbst bewusst wird. Achtsam wird.

Was macht diese Situation mit mir? Was kann ich im Körper wahrnehmen? Wo kann ich diese Empfindung besonders wahrnehmen? Gibt es da lokale Unterschiede?

Wir müssen ja nicht so stark in die Wertung gehen: “Das ist jetzt negativ” oder “Jetzt bekomme ich es wieder einmal nicht auf die Reihe” oder “Was die jetzt wohl von mir denken” oder “Ich bin eine schlechte Mutter”.

Wir dürfen einfach nur wahrnehmen, was da jetzt gerade abgeht. In uns, in unserem Kind.

Was hier hilft, ist das Atmen, denn es bringt uns gleich tiefer in den eigenen Körper.

Ganz tief einatmen… ausatmen… und wiederholen… das Atmen immer mehr vertiefen … nachspüren.

Wie fühlt sich das jetzt an?

Das, was du jetzt besser spüren kannst, bist du selbst. Das bist du.

Das ist Achtsamkeit.

Es ist nicht mehr und nicht weniger.

 

Du kannst es dir vorstellen, als ob dein Leben ein großer Ozean ist.

Dort gibt es manchmal sehr hohen Wellengang und heftige Stürme. Mit der achtsamen Zuwendung zu dir selbst kannst du auch während eines Sturmes in die Tiefe deines Ozeans absinken, um von einem Ort der Ruhe und Erdung dem Sturm zuzuschauen und zu warten bis er zu Ende geht. So bleibst du mit dir selbst verankert.

Von dieser inneren Einstellung aus lässt es sich viel leichter auf die unterschiedlichsten Herausforderungen reagieren. Du nimmst weiterhin teil an dieser Situation, aber mit dieser Vertiefung kannst du dich ein Stück weit davon distanzieren.

Unsere Kinder brauchen authentische, echte Mütter.

Wir sind Menschen und unsere Kinder wollen lernen, wie es ist Mensch zu sein. Wir dürfen unsere Emotionen auch zeigen und wir dürfen gleichzeitig innerlich mit dem Boden unseres Ozeans verbunden bleiben. Denn dann kann das Teilen unserer Emotionen auf einer gesunden Basis stattfinden. Also dass es dann auch für das Kind leicht ungut oder gar bedrohlich anfühlt. Man kann ganz offen sagen, dass man gerade traurig ist und es okay ist. Das Kind spürt die Mama ist immer noch da und wir dürfen alle mal traurig oder wütend sein.

 

Im folgenden Video zu diesem Beitrag gibt es ca. ab Minute 19 eine von mir geführte Bewegungsmeditation, die Dich in den jetzigen Moment und in den Körper zurück bringen wird, um so gelassener und geerdeter den Mama-Alltag bewältigen zu können.

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