Wie Du eine dunkle Zeit in Deinem Leben als Initialzündung für Dein Wachstum nutzen kannst

Ich glaube daran, dass uns das Leben immer genau das gibt, was wir brauchen, um noch mehr Zugang zu unserer inneren Stärke zu bekommen.

Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass solche ‚Geschenke des Lebens‘ oft sehr hässlich verpackt sein können, also dass schwierige oder gar traumatische Erfahrungen Gaben ‚von oben‘ sein können, die es auszupacken gilt.

So habe ich es in meinem eigenen Leben wahrnehmen können oder so beobachte ich es auch in der Begleitung meiner Klientinnen.

Vor einigen Monaten hat mich Namiah Bauer, Autorin des Kinderwunschratgebers ‚Freudensprung‘, gefragt, ob ich nicht ein kleines Kapitel zum Thema ‚Mutmachen‘ für eben dieses Buch schreiben möchte.

Ihr Buch ist ein berührendes Werk zum Thema Kinderwunsch, was gleichzeitig hoffnungsvoll kindlich und spielerisch daher kommt wie tiefgehend herz- und seelenverwöhnend.

‚Freudensprung‘ liefert viele mutmachende Berichte und inspirierende Übungen sowie Meditationen, die vor allem eins im Fokus haben: sich mit sich selbst zu versöhnen und wieder die innere Freude anzuzapfen – egal, ob das Wunschkind jetzt kommen mag oder nicht.

Ein wunderbares Werk!

Sie stellte mir für eines ihrer Mutmacher-Kapitel die im Anschluss folgenden Fragen.

Wer noch mehr dieser Geschichten von ganz unterschiedlichen Frauen lesen möchte, sich inspirieren lassen möchte oder selbst gerade auf sein Wunschkind wartet, dem kann ich von Herzen Namiahs ‚Freudensprung‘ ans Herz legen.

Namiah: „Mit 19 Jahren ist dein Vater gestorben und das führte zum existentiellen Ruin und zum Verlust deines Zuhauses. Was hast du daraus gelernt?“
Nina: „Es war eine der intensivsten Zeiten meines Lebens.

Mit dem Tod meines Vaters und dem ganzen Rattenschwanz, der dann folgte, starb auch etwas in mir.

Es war ein Erwachen – brutal, aber effektiv. Ich musste viele Dinge loslassen, die bis zu dem Zeitpunkt Teil meiner Identität waren.

So schmerzvoll das alles war, habe ich diese Zeit als wahnsinnig wertvoll erlebt: die Familie rückte zusammen, Freunde, mit denen ich schon lange nicht mehr gesprochen hatte, nahmen Kontakt auf, um Beistand zu leisten und ich hatte einige sehr intensive spirituelle Erlebnisse.

Ich fühlte mich geborgen, auch wenn gleichzeitig alles Kopf stand. Je mehr ich loslassen musste, zum Schluss eben auch mein geliebtes Zuhause, um so leichter wurde ich.

Ich fühlte meine eigene innere Stärke leuchten in mir. Ich wusste: „und wenn ich alles verliere, so habe ich immer noch mich selbst.“

Ich lernte auch, dass der Tod nur der Übergang in eine andere Existenzform ist, im Grunde ein Nachhause-Kommen. Mein Vater hat mich nicht verlassen, er ist immer bei mir. So wie alle unsere Vorfahren.“

 

 

Namiah: „Du sagst, dass du zur Löwin wurdest. Wie kann ich mir das vorstellen?“
Nina: „Ein Löwin kämpft für sich und ihresgleichen. Sie verkörpert Stärke, Kraft, Eleganz, Würde und Weisheit.

Sie strahlt eine magnetische Anziehungskraft aus, eine innere Ruhe und gleichzeitig Kampfgeist und Integrität.

Mein Schmerz wurde zum größten Schatz, denn ich fand mich selbst in dieser Dunkelheit.

Wenn du nichts mehr hast, außer dir selbst, dann kämpfst du für deine Träume, du kämpfst um dein Leben.

Du zeigst deine Zähne und Krallen in den richtigen Momenten, um für deine Bedürfnisse einzustehen. Nichts kann dich aufhalten, denn du hast nichts zu verlieren. Das macht dich mutig und stark. Und in diesem Prozess kristallisiert sich die eigene, ganz persönliche Essenz eines Menschen heraus.“

 

 

Namiah: „Woher nimmst du deine Kraft?“
Nina: „Sie fließt durch mich durch. Sie hat etwas Göttliches, denn sie kommt von oben.

Ich habe gelernt, mich dieser Kraft zu öffnen. Es gibt einen Ort in mir drin, der diese Kraft sammelt und mit bestimmten Tätigkeiten kann ich diese auch immer wieder anzapfen.

Das ist sicher der Tanz, die Meditation, der Kontakt zur Natur, das Arbeiten mit der Erde.

Es geht immer wieder darum, die Verbindung zwischen dem Oben und dem Unten, dem Himmel und der Erde herzustellen.

Spiritualität hat da einen ganz großen Stellenwert in meinem Leben. Und die Arbeit über den Körper. Das ist mein Instrument.

Natürlich spielt meine Familie eine große Rolle in meinem Lebensglück. Aber ich passe gut auf, dass ich meine Kraft und mein Glück aus mir selbst ziehe. Nur so kann ich sie an meine Lieben weitergeben.“

 

 

Namiah: „Wie kann ich lernen an meine Träume zu glauben und sie auch zu verwirklichen?“
Nina: „Hier geht es ums Tun.

Einen Traum, eine Vision zu haben, diese zu visualisieren und unseren Glauben an die Wahrmachung dieses Traumes zu affirmieren, ist die eine Seite.

Aber es geht auch darum, sich mutig auf den Weg zu machen, ohne alle Schritte genau zu wissen.

Und ja, wir werden oft hinfallen, scheitern, uns weh tun. Es wird vielleicht kein angenehmer Weg sein und nicht immer leicht.

Es ist eine tägliche Arbeit. Unsere Vision muss so stark sein, dass sie in uns weiter brennt, auch wenn alles auf ein Scheitern hindeutet.

Und ich habe viele Momente gehabt, in denen Teile der Vision in mir gestorben sind, ich Teile davon loslassen musste; Momente, in denen ich mich einfach MEINEM Weg hingeben und anvertrauen musste.

Denn wir dürfen nicht vergessen, dass wir zwar einen Traum empfangen können, aber immer nur Bruchteile unseres vorbestimmten Weges wirklich bewusst wahrnehmen können. Hier geht es auch um Gottvertrauen.“

 

 

Namiah: „Als ausgebildete Tänzerin kennst du das Arbeiten mit dem Körper sehr gut. Wie komme ich leicht in Kontakt mit meinem Körper?“
Nina. „Alle Menschen werden als Tänzer geboren. Schon Ungeborene lernen den Rhythmus des Herzschlags der Mutter.

Wenn wir geboren werden, SIND wir unser Körper, sind also rein im Kontakt mit dem eigenen Körper.

In der Elternschaft ist hier die große Verantwortung, diese Verbindung zu respektieren, also das Kind in seiner Körperwahrnehmung so wenig wie möglich zu stören.

Kinder drücken sich rein über die Bewegung aus. Je mehr Bedeutung die Sprache in der Entwicklung des Kindes bekommt, um so mehr tauchen innere Konflikte zwischen Körper, Geist und dann eben auch Ego auf.

Wir lernen, in bestimmten Situationen die Bedürfnisse unseres Körpers und seine Botschaften zu ignorieren, weil das vom Außen so verlangt wird.

Je öfter das nötig ist, um so leiser wird diese Stimme des Körpers. Für viele Erwachsene kann es da schon sehr schwer sein, sich selbst überhaupt zu spüren.

Hier kann das bewusste Atmen ein Anfang sein, sich auf den eigenen Körper einzustimmen. Dann folgt die bewusste Bewegung des Körpers.

Ich arbeite da mit einer eigenen Form der Bewegungsmeditation, die ich aus dem Tanz und aus der tiefenpsychologisch orientierten Bewegungsanalyse heraus entwickelt habe. Dann folgt der Tanz.“

 

 

Namiah: „Wie lerne ich, meine Weiblichkeit zum Ausdruck zu bringen?“
Nina: „Wir leben in einer komplett männlich eingestellten Gesellschaftsform, daher ist es anfangs oft schwer, überhaupt zu begreifen, was Weiblichkeit für einen selbst als Individuum bedeutet.

Ist Weiblichkeit das Bild, das in der Öffentlichkeit verbreitet wird? Oder soll es eine Art Göttinnen-Gestalt sein?

Wir müssen verstehen, dass jeder Mensch sowohl männliche als auch weibliche Anteile in sich trägt. Diese in sich zu versöhnen ist der Schlüssel.

Wir Frauen funktionieren ‚zyklisch‘, das heißt, wir bewegen uns zwischen intensiven kreativen Schaffensphasen und Ruhephasen hin und her. Wie ein Pendel schwingen wir zwischen diesen Zuständen hin und her. Wie der Mond, wie die Gezeiten, ist es ein Abwechseln von Fülle und Leere.

Beide Zustände haben ihren Wert.

Mir kommt es oft so vor, als ob wir Frauen von uns selbst erwarten (weil es so gesellschaftlich auch anerkannt ist), immer in der Fülle sein zu müssen. Leistung zählt, Produktivität zählt. Verlässlichkeit. Zielstrebigkeit. Dynamik. Fokus. Das sind alles männliche Elemente.

Warum haben so viele Frauen starke Schmerzen, wenn sie ihre Periode bekommen? Weil dem Prozess des ‚Ausleerens‘, des ‚Leer-Werdens‘ kein Raum gegeben wird. Weil wir es als Schwäche bewerten, oder sogar als schmutzig.

Wir dürfen aber diesen Zeiten – ob es nun unsere Periode, das Wochenbett, eine Erkältung oder eine kreative Schaffenspause ist – ihre eigene Zeit, ihre Berechtigung und ihren Wert geben.

Nehmen wir uns selbst in diesen Zeiten als vollkommen, als genug, als wertvoll an, eben als Teil unserer Weiblichkeit, so können diese Phasen ein Freiwerden von ungeheurer Kraft in uns auslösen. Und wenn das Pendel dann wieder in die andere Richtung schwingt, können wir diese Kraft ganz ausleben.“

 

 

Namiah: „Zu dir kommen auch Frauen mit Kinderwunsch, wie arbeitest du mit ihnen?“
Nina: „Das Kinderwunsch-Thema ist ein sehr komplexes Thema, das heißt, hier bin ich ganz achtsam damit, die einzelne Frau in ihrer Ganzheit zu sehen.
Die Antworten trägt jede Frau in sich, es gilt nur diese Antworten aufzudecken, und sie in diesem Prozess zu begleiten.
Auf körperlicher Ebene schauen wir, welche Botschaften der Körper ihr schickt. Mir ist es wichtig, das Verhältnis zum eigenen Körper zu stärken und den Dialog zu verfeinern. Das geschieht über Bewegungseinheiten und Meditation, sowie Atemarbeit, teilweise auch über das Journaling (therapeutisches Schreiben) und den Tanz.
Wir schauen uns den Lebensrucksack dieser Frau an: wie war ihre eigene Geburtserfahrung als Baby? Wie ist sie aufgewachsen und erzogen wurden, besonders im Hinblick auf ihre Weiblichkeit.

Oft finden wir auch Antworten auf die Frage nach ihrer Lebensaufgabe. Warum ist sie hier? Was soll sie ‚auf die Welt bringen‘?

Auf mentaler Ebene machen wir die behindernden Glaubenssätze und Gedankenmuster ausfinding (wie z.B.: „Ich bin zu alt“), um diese zu lösen und mit hilfreichen, neuen Glaubenssätzen zu ersetzen. Unser Geist ist machtvoll. Auf jeden Gedanken gibt es eine chemische Reaktion im Körper. Wenn die Frau überzeugt davon ist, dass sie nur schwierig schwanger werden oder ein Kind ganz austragen kann, dann folgt der Körper diesen Anweisungen.
Dann geht es natürlich wieder ums Tun. Was muss ich in meinem Leben verändern, um an mein Ziel zu kommen? Heißt das, dass ich mich von bestimmten Gewohnheiten lösen muss? Diese können die Ernährung betreffen, Schlafgewohnheiten, die Arbeitszeiten oder den allgemeinen  Umgang mit dem Körper. Es kann sein, dass diese Frauen sich von Freundschaften lösen müssen, die ihnen nicht mehr gut tun, dass sie klare Verhältnisse mit bestimmten Familienmitgliedern schaffen müssen; oder dass sie aktiv üben müssen, behindernde Gedanken durch positive Gedanken zu ersetzen.

Die Veränderung, die wir uns so sehr wünschen, kommt nicht über Nacht daher. Es sind die kleinen, täglichen Entscheidungen, die wir treffen, unsere täglichen Handlungen, die unser Lebensboot richtig ausrichten werden.

Diese Reisen zu begleiten ist eine große Ehre. Denn am Ende dieser Reise steht nicht selten nur das gewünschte Baby, sondern vielmehr eine Frau, die ganz zu sich selbst gefunden hat.“

 

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Hallo! Ich bin Nina und Dein Birth Coach und Mama Mentor. Auf diesem Blog wirst Du immer wieder wertvolle Beiträge über Schwangerschaft, Geburt und Mama-Sein bekommen, die Dir Mut machen sollen, Dich inspirieren sollen und Dir zeigen sollen, dass Du sehr wohl dazu in der Lage bist, selbstbestimmt zu gebären und ein erfülltes Mama-Leben zu führen. Hier erfährst Du mehr über mich und über Dich…

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Namiah Bauer

www.namiahbauer.de

Namiah Bauer, 1966 in Köln geboren, machte einst Karriere in der Modebranche und führte ein Leben auf der Überholspur. Doch sie war nicht glücklich. Erst mit ihren beiden Kindern zog Ruhe und Glück in ihr Leben ein. Gleichzeitig erlebte sie tiefe Trauer, als sich der Wunsch nach einem 3. Kind nicht erfüllte.

Ihr Weg zum Wunschkind wurde zur Passion: heute arbeitet sie mit Hingabe als Kinderwunschberaterin und hilft Frauen mit Kinderwunsch dabei, dass die Sehnsucht nach einem Kind nicht länger unerfüllt bleibt.

Namiah Bauer lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Aachen auf einem Hof mitten in der Natur, wo auch ihre Kinderwunschseminare stattfinden.

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